✨đ„Als erstes wĂŒnschen wir Euch alles Gute fĂŒrs neue Jahrđ„✨
Neugierig lauschten alle dem Guide, was er ĂŒber diesen Ort zu erzĂ€hlen hatte. Er sei selber in diesen Katakomben geboren und konnte daher aus erster Hand vom Leben in dieser Stadt berichten. Es ist eine sehr alte StĂ€tte, die Moschee die dort steht wurde schon im 15. Jahrhundert erbaut.
Jamal, so heisst ĂŒbrigens unser FremdenfĂŒhrer, erlaubte uns einen tiefen Einblick in das einfache Leben der Bevölkerung in diesem unterirdischen Kosmos. Dieser Ort schĂŒtzte die Menschen natĂŒrlich vor Hitze und KĂ€lte und natĂŒrlich auch vor SandstĂŒrmen. Eigentlich ist es nicht wirklich eine unterirdische Stadt, sondern eher eine AnhĂ€ufung von kleinen Zimmern und bis zu drei Etagen hohen Wohnkomplexen, die so eng zusammengebaut wurden, dass der Anschein einer Höhlenstadt erweckt wird. Auch zum Zeitpunkt unserer Besichtigung werden diese GemĂ€uer noch als Unterkunft benutzt. Das bestĂ€tigte sich, als wir in einem der vielen, dunklen GĂ€ngen einen hastigen Schatten in eine der unzĂ€hligen HolztĂŒren huschen sahen. Es war ein kleiner Mann, nicht Ă€lter als 30 Jahre, mit einem Esel, der in sein Reich hinter einer HolztĂŒr verschwand.
Jamal zeigte uns noch sein Elternhaus mit seinen drei Wohnebenen. Rund um den SĂ€ulengang sind kleine, fensterlose Kammern, die als KĂŒche oder Schlafraum gebaut wurden. Das Familienleben fand in der untersten Ebene, im Lichthof statt, wo auch gearbeitet wurde. Nach Jamals Elternhausbesichtigung ging es wieder durch die dunklen GĂ€nge, Richtung Ausgang. Wieder huschte ein Schatten durch den dunklen, kalten Gang. Da stand er plötzlich, der Mann mit dem Esel! Aber dieses mal war der kleine Esel nicht dabei. Ein Meter Sechzig gross/klein war Er, der Mann, welcher uns erstaunt mit seinen schwarzen Augen musterte und einen verwirrten Eindruck machte.
Es sah fast so aus, als ob Er bei Tageslicht nicht sehen kann, aber bei Nacht den Blick einer Eule hat. WĂŒrde ja auch Sinn machen in diesem dunklen Labyrinth đ.
Als wir nach gut zwei Stunden diesen mystischen, dunklen Ort wieder verlassen haben, hatte sich der Sandsturm gelegt und so konnten wir alle die Oase mit ihren Dattelpalmen und WasserkanÀlen bewundern.
Es zog uns wieder in die Natur, raus aus den wuseligen StĂ€dten und Touristenfallen. Faszinierende Landschaften zogen an uns vorbei und die Route nach Taliouine, wo Safran angebaut wirt, fĂŒhrte uns ĂŒber eine karge Hochebene. Ein idealer Platz fĂŒr eine Pause. Toby konnte sich wieder seine vier Beine vertreten und tĂŒchtig rumalbern, Frisbee fangen, schnĂŒffeln und sein grosses GeschĂ€ft verrichten. FĂŒr uns gab es Kaffee und einen kleinen Snack mit der tollen Aussicht auf das verschneite Atlasgebirge. Riesige Knochen lagen in der SteinwĂŒste, wirklich grosse Oberschenkelknochen. Das muss ein Dinosaurier gewesen sein... Als ich dann noch weitere Gebeine des verendeten Tieres fand, stellte ich fest, dass es bloss ein blödes Kamel war. Dieser Fund hĂ€tte mich sicher reich gemacht...đđđ! Ok. Kaffeepause fertig, weiter geht es.
Also, das sind sie jetzt, die Kamele. Eigentlich sind es Dromedare und natĂŒrlich nicht blöd, aber ein bisschen trÀÀÀÀge und einfĂ€ltig... Im Landesinneren sieht man sie kaum, obwol sie da sind, denn sie heben sich farblich nicht besonders von der Landschaft ab. An den StrĂ€nden, wo viele Touris rumhĂ€ngen, sieht man sie mehr. Da werden die armen Tiere als Attraktion zum Reiten angeboten. Da kann man auf dem haarigen WĂŒstenschiff an der KĂŒste entlang-schaukeln bis man seekrank ist. Ihr merkt es, viel Intelligentes kommt im Moment bei mir nicht zustande. Ich glaube, ich muss mal was essen. Aber nachher schreibe ich wieder weiter......
.... bin fertig mit essen und zurĂŒck ...
In den letzten Tagen spielte das Wetter verrĂŒckt. Sturmböen mit viel Regen und im Atlasgebirge fiel so viel Schnee, dass die meisten Strassen gesperrt wurden. Echt schade, denn wir wollten ĂŒber einige PĂ€sse dieses Gebirges fahren. Strassen wurden weggespĂŒlt und sind unpassierbar. Dann lassen wir das doch lieber sein. Der viele Regen hat natĂŒrlich seine Spuren hinterlassen, aber nicht nur VerwĂŒstung. Die trockenen Gebiete nahmen das Nass dankend auf und zeigen sich nun von ihrer fruchtbaren Seite. BĂ€ume und BĂŒsche sind wieder voller grĂŒner BlĂ€tter, und das Gras schoss in die Höhe. Durch das unstete Wetter, das sich immer noch von seiner stĂŒrmischen und nassen Seite zeigt, sind wir in Sidi Kaouki gelandet und sitzen hier fest. Windböen von 50 - 100 km/h sind nichts fĂŒr unseren Strieli. Stellt euch vor, wenn so eine Böe unser Zuhause beim Fahren umhauen wĂŒrde. Dann wĂ€re aber fertig lustig! Ich glaube nicht, dass ich einen solchen Schaden mit meinem Werkzeug beheben könnte. Aber hier, in Sidi Kaouki, sind wir gut vor solchen WettereinflĂŒssen geschĂŒtzt. Im Moment sitze ich mit Toby im Wohnmobil und tippe vor mich hin, was mir eben gerade ĂŒber die letzte Zeit in den Sinn kommt. Es ist 17:00 Uhr und unser Raubtier hat sein Futter bekommen und ist zufrieden, Er liegt zu meinen FĂŒssen und ist sichtlich satt und glĂŒcklich. Adeline spielt bei unseren Nachbarn ein Backgammon mit Dodo, einer ehemaligen Arbeitskollegin von ihr. Dodo ist mit ihrem Mann Franz unterwegs, ein Paar das wir schon lange kennen.
Zusammen besuchen wir die Hafenstadt Essaouira, an einem Tag an dem es mal nicht regnet. Erste Station ist der Carrefour am Stadtrand. EinkĂ€ufe fĂŒr die nĂ€chsten 1 - 2 Wochen sind fĂ€llig, denn unsere Futterreserven sind so gut wie aufgebraucht. Danach wird Strieli an einem einigermassen sicheren Ort parkiert und ein Spaziergang von ca. 20 Minuten bringt uns zum Fischerhafen von Essaouira. UnzĂ€hlige Fischerboote, die meisten aus Holz und man sieht, dass sie schon viele Jahre im Atlantik ihren Dienst machen. Eiligst werden Kisten, voll mit Fischen, aus den BĂ€uchen der Kutter gehieft und in KĂŒhllaster geladen. Nicht etwa auf FörderbĂ€ndern oder KrĂ€nen. Nein! Es ist mĂŒhsame Handarbeit. Eine Menschenkette, vom Schiffsinneren bis hin zum Laster, befördert die vollen und schweren Kisten. Durch lautes Geschrei der Matrosen kĂŒndigt sich das nĂ€chste Schiff an, das sich durch die anderen, bereits vertĂ€uten Boote, bis zum Quai zwĂ€ngt. Taue werden hastig gelöst und an anderen Stellen wieder festgezurrt, sodass die schon leeren Kutter zur Seite geschoben werden. Was fĂŒr ein Treiben. HĂ€tten diese Schiffe keine Motoren könnte man meinen, man befinde sich in einer lĂ€ngst vergangenen Zeit. Alles ist laut und hektisch, Möwen kreisen und kreischen ĂŒber dem Hafen. Sie stĂŒrzen sich auf die ausgelegten Netze um die darin hĂ€ngengebliebenen Fischresten rauszupicken. Am Quai entlang werden von den Fischern und HĂ€ndlern die Fische und Muscheln fĂŒr den direkten Verzehr angeboten. Da aber ein extremer Geruch in der Luft schwebt, reizt es mich in keinster Weise hier etwas zu Essen. Danach ein Besuch in der Altstadt, die mit ihren unzĂ€hligen Gassen, kleinen LĂ€den, Restaurants, WerkstĂ€tten und StĂ€nden gesĂ€umt ist und bestaunt werden kann. Hier treibt der Hunger uns Vier zu einem wirklich kleinem Restaurant in einer Seitengasse. Gerade mal fĂŒnf Tischchen stehen in dem Raum. GeschĂ€tzte 3,5 Meter breit und 6 Meter lang ist das Lokal. Im hinteren Bereich liegt die KĂŒche, die noch kleiner ist. Eine kleine, in schwarz gekleidete, Frau bereitete fĂŒr uns das gute Essen zu. Es ist ein Familienbetrieb. Mutti hat die meiste Arbeit, der Sohnemann der uns freundlich bedient, bewegt sich lediglich um unsere Bestellung aufzunehmen. Da der Raum so klein war, musste er sich nur einmal umdrehen um das bestellte an die KĂŒche weiterzugeben. Das Oberhaupt der Familie sah man (...und... hörte man) nur mit jemandem am Telefon reverieren. Kaum hatte der Sohn die Bestellung weiter in die KĂŒche geleitet, sass er teilnamslos auf einem Hocker beim Eingang und fummelte auf seinem Handy herum. Also ein klassischer Familienbetrieb.
Nach dem Essen zog es uns noch zum Markt in Essaouira; NĂŒsse, FrĂŒchte und GemĂŒse einkaufen. Gerade die Ecke des Marktes, wo Fleisch verkauft, ist nicht fĂŒr jedes GemĂŒt ertrĂ€glich. Kleintiere werden bei den VerkaufsstĂ€nden lebend gehalten und sehen meist nicht sehr geniessbar aus. Wenn jemand also ein HĂŒhnchen will, wird einfach eines mit der einen Hand an beiden FlĂŒgeln aus dem Massengehege rausgenommen, mit der anderen Hand wird mit einer flinken Bewegung der Kopf des Tieres gedreht und zu guterletzt ein gezielter Schnitt am Hals gemacht. Danach rattert eine eigenartige Maschine, die wie ein HĂ€cksler klingt, und das gute Huhn steht ohne Federn da... na eigentlich hĂ€ngt es.... Das ist die RealitĂ€t auf den MĂ€rkten und nicht immer schön anzusehen, aber das HĂŒhnchen ist wirklich frisch. Nach den gewöhnungsbedĂŒrftigen Bildern möchten unsere zwei Freunde, uns einen speziellen Baum zeigen den sie letztes Jahr bei Ihrer Marokkoreise in dieser Stadt entdeckten. Damals stand das GewĂ€chs noch in einem ungenutzten Hinterhof, war vermĂŒllt und wenig attraktiv. Er, der Baum, steht hinter einem kleinen GebĂ€udekomplex einer Cooperative, wo Handwerker ihre Drechsler-, Tischler- und Schreinerarbeiten machen und zum Kauf ausstellen. Hinter diesen kleinen GeschĂ€ften stand Er nun, was fĂŒr ein Bild von einem Baum. Mittlerweile wurde der unattraktive Platz aufgerĂ€umt und ein schönes Restaurant mit Gartensitzplatz rund um den Baum errichtet. Vor gut einem Monat war die Eröffnung des Lokals. Hier genossen wir Vier eine wohlverdiente Pause von all den Erlebnissen dieses Ausfluges. Der Weg zurĂŒck zum parkierten Wohnmobil zog sich in die LĂ€nge und es schien ewig zu dauern, bis wir alle wieder in Strieli platz nehmen konnten und die RĂŒckfahrt auf den Campingplatz in Sidi Kaouki losging. Morgen Montag, nach gut zwei Wochen in Sidi Kaouki, geht es weiter nach Marrakesch und Fes, danach soll es Richtung Mittelmeer weiter gehen.
Ich hoffe, dass wir auf dem Weg dorthin wieder einige interessante und spannende Dinge erleben werden, die ich Euch dann mitteilen kann.
Jamal, so heisst ĂŒbrigens unser FremdenfĂŒhrer, erlaubte uns einen tiefen Einblick in das einfache Leben der Bevölkerung in diesem unterirdischen Kosmos. Dieser Ort schĂŒtzte die Menschen natĂŒrlich vor Hitze und KĂ€lte und natĂŒrlich auch vor SandstĂŒrmen. Eigentlich ist es nicht wirklich eine unterirdische Stadt, sondern eher eine AnhĂ€ufung von kleinen Zimmern und bis zu drei Etagen hohen Wohnkomplexen, die so eng zusammengebaut wurden, dass der Anschein einer Höhlenstadt erweckt wird. Auch zum Zeitpunkt unserer Besichtigung werden diese GemĂ€uer noch als Unterkunft benutzt. Das bestĂ€tigte sich, als wir in einem der vielen, dunklen GĂ€ngen einen hastigen Schatten in eine der unzĂ€hligen HolztĂŒren huschen sahen. Es war ein kleiner Mann, nicht Ă€lter als 30 Jahre, mit einem Esel, der in sein Reich hinter einer HolztĂŒr verschwand.
Jamal zeigte uns noch sein Elternhaus mit seinen drei Wohnebenen. Rund um den SĂ€ulengang sind kleine, fensterlose Kammern, die als KĂŒche oder Schlafraum gebaut wurden. Das Familienleben fand in der untersten Ebene, im Lichthof statt, wo auch gearbeitet wurde. Nach Jamals Elternhausbesichtigung ging es wieder durch die dunklen GĂ€nge, Richtung Ausgang. Wieder huschte ein Schatten durch den dunklen, kalten Gang. Da stand er plötzlich, der Mann mit dem Esel! Aber dieses mal war der kleine Esel nicht dabei. Ein Meter Sechzig gross/klein war Er, der Mann, welcher uns erstaunt mit seinen schwarzen Augen musterte und einen verwirrten Eindruck machte.
Es sah fast so aus, als ob Er bei Tageslicht nicht sehen kann, aber bei Nacht den Blick einer Eule hat. WĂŒrde ja auch Sinn machen in diesem dunklen Labyrinth đ.
Als wir nach gut zwei Stunden diesen mystischen, dunklen Ort wieder verlassen haben, hatte sich der Sandsturm gelegt und so konnten wir alle die Oase mit ihren Dattelpalmen und WasserkanÀlen bewundern.
Nun habe ich wieder ein Bild eingefĂŒgt, damit ihr die WasserkanĂ€le bewundern könnt und ich bastle wieder einen Text zusammen, der bis zum unteren Bildrand reicht. Jetzt wo dieser Post geschrieben wird, sind wir natĂŒrlich schon lange nicht mehr in Icht und schon wieder stĂŒrmt ein stĂŒrmischer Sturm ĂŒber uns hinweg. Der Strieli schaukelt unangenem hin und her, und Toby der unter dem Tisch liegt, schaut mich vorwurfsvoll an. Mit sanfter und ruhiger Stimme erklĂ€re ich ihm, dass das alles bald vorbei ist und ich nicht dafĂŒr verantwortlich bin. Er, Toby nickt mir verstĂ€ndig zu legt seinen Kopf wieder auf seine Matratze und murmelt vor sich hin: "Das GerĂŒttel ist aber trotzdem Scheisse!"
ZurĂŒck zu den WasserkanĂ€len die ihr auf der rechten Seite sehen könnt. Auf dem RĂŒckweg zu unserem Camper *Strieli* erfuhren wir noch einiges ĂŒber die Vielseitigkeit der Palme. Nebst dem Brot der WĂŒste (Datteln) ist die Pflanze vielseitig nutzbar. Wenn man die verdorrten Stiele der PalmblĂ€tter mit aller Kraft gegen einen Stein schlĂ€gt, spaltet sich der Stiel in seine langen Fasern auf, welche vielseitig verwendbar sind.
ZurĂŒck zu den WasserkanĂ€len die ihr auf der rechten Seite sehen könnt. Auf dem RĂŒckweg zu unserem Camper *Strieli* erfuhren wir noch einiges ĂŒber die Vielseitigkeit der Palme. Nebst dem Brot der WĂŒste (Datteln) ist die Pflanze vielseitig nutzbar. Wenn man die verdorrten Stiele der PalmblĂ€tter mit aller Kraft gegen einen Stein schlĂ€gt, spaltet sich der Stiel in seine langen Fasern auf, welche vielseitig verwendbar sind.
So, bin am unteren Bildrand angekommmen und kann jetzt zum nÀchsten Stopp unserer Marokkoreise kommen, der in Zagora stattgefunden hat.
Zagora, eine geschĂ€ftige Stadt mit HĂ€ndlern die in ihren kleinen LĂ€den, meist bessere Garagen, die vorbeiziehenden Touristen umwerben und zu einem Tee ins GeschĂ€ft einladen. Wenn Du erst mal drin bist, gibt es kein entkommen mehr, ausser Du kaufst irgendetwas. Hast du dann etwas, was du eh nicht brauchst, ĂŒberteuert erworben (wehe, du kannst nicht handeln) wirst du vom "liebenswĂŒrdigen" HĂ€ndler noch nach Schweizer Schokolade und Messern gefragt.
NatĂŒrlich als freundschaftliche Geschenke von uns an ihn fĂŒr seine un/aufdringliche Freundlichkeit.
Ach ja... das Bild nebenan ist nicht Zagora. Es ist ein kleiner Ort auf dem Weg dorthin.
Alle VerkĂ€ufer und Vertreter die erfolglos ihren Job machen, sollten mal ein halbes Jahr Marokko bereisen um zu lernen wie Kundenakquiese geht. Leider kamen wir in keiner Art und Weise zum fotografieren in dieser lebhaften Stadt, da wir schon beim hineinfahren von einem geschĂ€ftigen Garagisten angequatscht wurden, der auf seinem Motorrad neben uns herfuhr. Eigentlich dachte ich, der sympatische Rollerfahrer möchte uns nur ĂŒberholen. Doch auf der Höhe unserer Fahrerkabine reduzierte er seine Geschwindigkeit und kaute mir fast ein Ohr ab mit seinem: "Hallo Freund. Du aus Schweiz? Ich Freund in Schweiz. Du komme in Garage, mache Foto von Wohnmobil. Du trinken Tee mit mir." Also, wenn jemand so liebenswĂŒrdig ist, kann man doch nicht nein sagen. Und so fuhren wir zu seiner Garage, damit er ein Foto von Strieli machen kann. NatĂŒrlich machte der falsche Hund kein Foto von unserem schönen Strieli, aber er bot uns alle möglichen Dienstleistungen fĂŒr das Fahrzeug an... Looooogisch! Und Tee gab es auch keinen. Vor seiner Garage versammelten sich unzĂ€hlige Wohnmobile, die auf einen Fototermin warteten, leider umsonst. Da wird einfach jeder Touri mit Wohnmobil abgefangen und darunter waren auch wir. Ich glaube, wir haben wieder etwas dazugelernt, sind aber nicht unbedingt klĂŒger geworden. Die SĂ€cke sind einfach zu clever fĂŒr unsereins.
NatĂŒrlich als freundschaftliche Geschenke von uns an ihn fĂŒr seine un/aufdringliche Freundlichkeit.
Ach ja... das Bild nebenan ist nicht Zagora. Es ist ein kleiner Ort auf dem Weg dorthin.
Alle VerkĂ€ufer und Vertreter die erfolglos ihren Job machen, sollten mal ein halbes Jahr Marokko bereisen um zu lernen wie Kundenakquiese geht. Leider kamen wir in keiner Art und Weise zum fotografieren in dieser lebhaften Stadt, da wir schon beim hineinfahren von einem geschĂ€ftigen Garagisten angequatscht wurden, der auf seinem Motorrad neben uns herfuhr. Eigentlich dachte ich, der sympatische Rollerfahrer möchte uns nur ĂŒberholen. Doch auf der Höhe unserer Fahrerkabine reduzierte er seine Geschwindigkeit und kaute mir fast ein Ohr ab mit seinem: "Hallo Freund. Du aus Schweiz? Ich Freund in Schweiz. Du komme in Garage, mache Foto von Wohnmobil. Du trinken Tee mit mir." Also, wenn jemand so liebenswĂŒrdig ist, kann man doch nicht nein sagen. Und so fuhren wir zu seiner Garage, damit er ein Foto von Strieli machen kann. NatĂŒrlich machte der falsche Hund kein Foto von unserem schönen Strieli, aber er bot uns alle möglichen Dienstleistungen fĂŒr das Fahrzeug an... Looooogisch! Und Tee gab es auch keinen. Vor seiner Garage versammelten sich unzĂ€hlige Wohnmobile, die auf einen Fototermin warteten, leider umsonst. Da wird einfach jeder Touri mit Wohnmobil abgefangen und darunter waren auch wir. Ich glaube, wir haben wieder etwas dazugelernt, sind aber nicht unbedingt klĂŒger geworden. Die SĂ€cke sind einfach zu clever fĂŒr unsereins.
Zagora ist abgehakt......
Nein, Stop. Es sind nicht alle in dieser Stadt so. Ein VerkĂ€ufer in der Stadt, gleich neben dem Souk (Markthalle mit eigenen DĂŒften teils miiiiiieffffff und so) wollte das wir bei ihm einkaufen. Das machten wir dann auch, nach dem Besuch im Souk. Wir hatten es ihm ja auch versprochen. Wasser, Kaffee, Milch SĂ€fte und Brot kauften wir da. Nach dem Einkauf bedankte er sich herzlich und trug alle unsere EinkĂ€ufe zum Wohnmobil. Er war dermassen begeistert von Strieli, dass er ein Foto machte. Jetzt ist Zagora aber abgehakt.
Nein, Stop. Es sind nicht alle in dieser Stadt so. Ein VerkĂ€ufer in der Stadt, gleich neben dem Souk (Markthalle mit eigenen DĂŒften teils miiiiiieffffff und so) wollte das wir bei ihm einkaufen. Das machten wir dann auch, nach dem Besuch im Souk. Wir hatten es ihm ja auch versprochen. Wasser, Kaffee, Milch SĂ€fte und Brot kauften wir da. Nach dem Einkauf bedankte er sich herzlich und trug alle unsere EinkĂ€ufe zum Wohnmobil. Er war dermassen begeistert von Strieli, dass er ein Foto machte. Jetzt ist Zagora aber abgehakt.
Es zog uns wieder in die Natur, raus aus den wuseligen StĂ€dten und Touristenfallen. Faszinierende Landschaften zogen an uns vorbei und die Route nach Taliouine, wo Safran angebaut wirt, fĂŒhrte uns ĂŒber eine karge Hochebene. Ein idealer Platz fĂŒr eine Pause. Toby konnte sich wieder seine vier Beine vertreten und tĂŒchtig rumalbern, Frisbee fangen, schnĂŒffeln und sein grosses GeschĂ€ft verrichten. FĂŒr uns gab es Kaffee und einen kleinen Snack mit der tollen Aussicht auf das verschneite Atlasgebirge. Riesige Knochen lagen in der SteinwĂŒste, wirklich grosse Oberschenkelknochen. Das muss ein Dinosaurier gewesen sein... Als ich dann noch weitere Gebeine des verendeten Tieres fand, stellte ich fest, dass es bloss ein blödes Kamel war. Dieser Fund hĂ€tte mich sicher reich gemacht...đđđ! Ok. Kaffeepause fertig, weiter geht es.
.... bin fertig mit essen und zurĂŒck ...
In den letzten Tagen spielte das Wetter verrĂŒckt. Sturmböen mit viel Regen und im Atlasgebirge fiel so viel Schnee, dass die meisten Strassen gesperrt wurden. Echt schade, denn wir wollten ĂŒber einige PĂ€sse dieses Gebirges fahren. Strassen wurden weggespĂŒlt und sind unpassierbar. Dann lassen wir das doch lieber sein. Der viele Regen hat natĂŒrlich seine Spuren hinterlassen, aber nicht nur VerwĂŒstung. Die trockenen Gebiete nahmen das Nass dankend auf und zeigen sich nun von ihrer fruchtbaren Seite. BĂ€ume und BĂŒsche sind wieder voller grĂŒner BlĂ€tter, und das Gras schoss in die Höhe. Durch das unstete Wetter, das sich immer noch von seiner stĂŒrmischen und nassen Seite zeigt, sind wir in Sidi Kaouki gelandet und sitzen hier fest. Windböen von 50 - 100 km/h sind nichts fĂŒr unseren Strieli. Stellt euch vor, wenn so eine Böe unser Zuhause beim Fahren umhauen wĂŒrde. Dann wĂ€re aber fertig lustig! Ich glaube nicht, dass ich einen solchen Schaden mit meinem Werkzeug beheben könnte. Aber hier, in Sidi Kaouki, sind wir gut vor solchen WettereinflĂŒssen geschĂŒtzt. Im Moment sitze ich mit Toby im Wohnmobil und tippe vor mich hin, was mir eben gerade ĂŒber die letzte Zeit in den Sinn kommt. Es ist 17:00 Uhr und unser Raubtier hat sein Futter bekommen und ist zufrieden, Er liegt zu meinen FĂŒssen und ist sichtlich satt und glĂŒcklich. Adeline spielt bei unseren Nachbarn ein Backgammon mit Dodo, einer ehemaligen Arbeitskollegin von ihr. Dodo ist mit ihrem Mann Franz unterwegs, ein Paar das wir schon lange kennen.
Zusammen besuchen wir die Hafenstadt Essaouira, an einem Tag an dem es mal nicht regnet. Erste Station ist der Carrefour am Stadtrand. EinkĂ€ufe fĂŒr die nĂ€chsten 1 - 2 Wochen sind fĂ€llig, denn unsere Futterreserven sind so gut wie aufgebraucht. Danach wird Strieli an einem einigermassen sicheren Ort parkiert und ein Spaziergang von ca. 20 Minuten bringt uns zum Fischerhafen von Essaouira. UnzĂ€hlige Fischerboote, die meisten aus Holz und man sieht, dass sie schon viele Jahre im Atlantik ihren Dienst machen. Eiligst werden Kisten, voll mit Fischen, aus den BĂ€uchen der Kutter gehieft und in KĂŒhllaster geladen. Nicht etwa auf FörderbĂ€ndern oder KrĂ€nen. Nein! Es ist mĂŒhsame Handarbeit. Eine Menschenkette, vom Schiffsinneren bis hin zum Laster, befördert die vollen und schweren Kisten. Durch lautes Geschrei der Matrosen kĂŒndigt sich das nĂ€chste Schiff an, das sich durch die anderen, bereits vertĂ€uten Boote, bis zum Quai zwĂ€ngt. Taue werden hastig gelöst und an anderen Stellen wieder festgezurrt, sodass die schon leeren Kutter zur Seite geschoben werden. Was fĂŒr ein Treiben. HĂ€tten diese Schiffe keine Motoren könnte man meinen, man befinde sich in einer lĂ€ngst vergangenen Zeit. Alles ist laut und hektisch, Möwen kreisen und kreischen ĂŒber dem Hafen. Sie stĂŒrzen sich auf die ausgelegten Netze um die darin hĂ€ngengebliebenen Fischresten rauszupicken. Am Quai entlang werden von den Fischern und HĂ€ndlern die Fische und Muscheln fĂŒr den direkten Verzehr angeboten. Da aber ein extremer Geruch in der Luft schwebt, reizt es mich in keinster Weise hier etwas zu Essen. Danach ein Besuch in der Altstadt, die mit ihren unzĂ€hligen Gassen, kleinen LĂ€den, Restaurants, WerkstĂ€tten und StĂ€nden gesĂ€umt ist und bestaunt werden kann. Hier treibt der Hunger uns Vier zu einem wirklich kleinem Restaurant in einer Seitengasse. Gerade mal fĂŒnf Tischchen stehen in dem Raum. GeschĂ€tzte 3,5 Meter breit und 6 Meter lang ist das Lokal. Im hinteren Bereich liegt die KĂŒche, die noch kleiner ist. Eine kleine, in schwarz gekleidete, Frau bereitete fĂŒr uns das gute Essen zu. Es ist ein Familienbetrieb. Mutti hat die meiste Arbeit, der Sohnemann der uns freundlich bedient, bewegt sich lediglich um unsere Bestellung aufzunehmen. Da der Raum so klein war, musste er sich nur einmal umdrehen um das bestellte an die KĂŒche weiterzugeben. Das Oberhaupt der Familie sah man (...und... hörte man) nur mit jemandem am Telefon reverieren. Kaum hatte der Sohn die Bestellung weiter in die KĂŒche geleitet, sass er teilnamslos auf einem Hocker beim Eingang und fummelte auf seinem Handy herum. Also ein klassischer Familienbetrieb.
Nach dem Essen zog es uns noch zum Markt in Essaouira; NĂŒsse, FrĂŒchte und GemĂŒse einkaufen. Gerade die Ecke des Marktes, wo Fleisch verkauft, ist nicht fĂŒr jedes GemĂŒt ertrĂ€glich. Kleintiere werden bei den VerkaufsstĂ€nden lebend gehalten und sehen meist nicht sehr geniessbar aus. Wenn jemand also ein HĂŒhnchen will, wird einfach eines mit der einen Hand an beiden FlĂŒgeln aus dem Massengehege rausgenommen, mit der anderen Hand wird mit einer flinken Bewegung der Kopf des Tieres gedreht und zu guterletzt ein gezielter Schnitt am Hals gemacht. Danach rattert eine eigenartige Maschine, die wie ein HĂ€cksler klingt, und das gute Huhn steht ohne Federn da... na eigentlich hĂ€ngt es.... Das ist die RealitĂ€t auf den MĂ€rkten und nicht immer schön anzusehen, aber das HĂŒhnchen ist wirklich frisch. Nach den gewöhnungsbedĂŒrftigen Bildern möchten unsere zwei Freunde, uns einen speziellen Baum zeigen den sie letztes Jahr bei Ihrer Marokkoreise in dieser Stadt entdeckten. Damals stand das GewĂ€chs noch in einem ungenutzten Hinterhof, war vermĂŒllt und wenig attraktiv. Er, der Baum, steht hinter einem kleinen GebĂ€udekomplex einer Cooperative, wo Handwerker ihre Drechsler-, Tischler- und Schreinerarbeiten machen und zum Kauf ausstellen. Hinter diesen kleinen GeschĂ€ften stand Er nun, was fĂŒr ein Bild von einem Baum. Mittlerweile wurde der unattraktive Platz aufgerĂ€umt und ein schönes Restaurant mit Gartensitzplatz rund um den Baum errichtet. Vor gut einem Monat war die Eröffnung des Lokals. Hier genossen wir Vier eine wohlverdiente Pause von all den Erlebnissen dieses Ausfluges. Der Weg zurĂŒck zum parkierten Wohnmobil zog sich in die LĂ€nge und es schien ewig zu dauern, bis wir alle wieder in Strieli platz nehmen konnten und die RĂŒckfahrt auf den Campingplatz in Sidi Kaouki losging. Morgen Montag, nach gut zwei Wochen in Sidi Kaouki, geht es weiter nach Marrakesch und Fes, danach soll es Richtung Mittelmeer weiter gehen.
Ich hoffe, dass wir auf dem Weg dorthin wieder einige interessante und spannende Dinge erleben werden, die ich Euch dann mitteilen kann.
*************NatĂŒrlich noch einige Bilder als Letztes**************
Das ist das Allerletzte!
Bis bald und eine schöne Zeit
Roli


















Euch auch ein gutes neues Jahr mit weiteren tollen Erlebnissen! Danke fĂŒr ‚s Mitnehmen!! đ Doris
AntwortenLöschenHey ihr zwei, danke fĂŒr die lustige Abendunterhaltung. Einmal mehr sehr amĂŒsant zum Lesen! Herzliche GrĂŒsse aus Sidi Kaouki, Dodo und Franzđ
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