Gut drei Wochen bleiben uns noch in den USA um Land und Leute zu bestaunen, dann ist unser 90-Tage-Aufenthalt in diesem vielfältigen Land abgelaufen. Mittlerweile stehen wir auf dem Camp Rancho Jurupa Regional Park (duschen war wieder mal fällig), ca. eine Fahrstunde südöstlich von Los Angeles entfernt.
Green River und Jeff
Am Green River im Bundesstaat Utah entstand der letzte Bericht auf unserem Blog. Das war da, wo Jeff uns an einem Sonntagmorgen, es war 07:00 Uhr und wir waren eben erst gerade aufgestanden, unbedingt die Geschichte um den Green River näherbringen wollte. "O.K., Jeff give me half an hour, then we'll be ready." Jeff nahm uns in seinem weissen Allrad-Nissan (so einen habe ich in Europa noch nie gesehen) mit zur ersten Sehenswürdigkeit in diesem Canyon. Ein verlassener Unterschlupf für Cowboys, die hier ihre Tiere durchgetrieben oder bewacht haben. Auf der gegenüberliegenden Seite des Green River sah man auch noch einen alten Trail, auf dem, so sagt man, Butch Cassidy in sein Versteck gelangte.Die Tour die wir mit Jeff (der stehts eine Pistole zu seiner eigenen Sicherheit auf sich trägt) machen durften, dauerte eine gute Stunde. So führte er uns zu den Petroglyphen die von verschiedenen indigenen Völkern vor 2000 Jahren gemacht wurden. Am Schluss unserer Tour wollte ich von Jeff noch wissen, wieso dieser Fluss überhaupt Green River heisst. Denn die Farbe des Wassers, das irgendwann mal in den Colorado River fliesst, erinnert mich doch eher an Milchkaffe. "In Wyoming, da wo er entspringt, der Green River, ist er noch grün!" Ok... Danke Jeff, für den schönen und interessanten Ausflug, wir werden immer wieder an Dich denken.Arch National Park
Der Arch National Park war als nächstes auf unserer Liste der Sehenswürdigkeiten der USA.
Sie stehen immer zuvorderst bei den Hotspots, und natürlich mit dem Rücken zu der Attraktion damit sie das Selfie (Wir-waren- hier-dämliches-Grinsen) nach Hause schicken können. Eigentlich sind sie liebenswerte Zeitgenossen, wenn sie nur nicht unentwegt "schnattern" würden und so die Stille der Natur zerstören. Da wir zum Glück Frühaufsteher sind, fällt es uns leicht, vor den Menschenmassen die tollen Orte zu Besuchen und diese in Ruhe zu erkunden und zu geniessen.
Navajo National Monument
Ihr müsst das Bild schon vergrössern um die Steingebäude im inneren der riesigen Felsnische zu sehen. Cool wäre es, wenn man die 150 Meter in die Schlucht laufen dürfte um das ganze Dorf, das von den Navajos in Arizona in der Nähe von der Stadt Flagstaff gebaut wurde, von nahem besichtigen könnte. Leider ist der Zugang seit 1968 für Touristen verboten. Eigentlich verständlich, wenn man die Hinterlassenschaften der modernen Zivilisation in der Natur sieht. Das untere Bild ist ein gut gelungenes Model von der Siedlung in dieser gigantischen Felsnische und steht im Navajo Monument Museum. Der Eintritt in das Museum sowie der Zugang zu dem Park ist kostenlos und die, ganz in der Nähe liegenden, Campgrounds ebenso.
Monument Valley
Es war ein lang gehegter Wunsch von mir, das Monument Valley zu besuchen! Die Gegenden, die ich in so vielen Westernfilmen bewundert habe. Endlich war es soweit, dass sich dieser Wunsch erfüllt. Staubige Strassen führen zwischen den "Buttes" (Tafelberge oder Zeugenberge) oder "Mesas" (grosse Hochebenen mit steilen Wänden und schlanken Felsnadeln) hindurch, und genau dort wollen wir mit Strieli hindurchfahren.
Schon von weitem waren die gigantischen Felsen zu sehen, und die Vorfreude auf die kolossale Kulisse war genau so gross wie die Felsformationen die wir sahen. Nur noch einige Meilen bis zum Eingang und die Zeit darf für eine Weile stehenbleiben um meinen Traum wahr werden zu lassen. Am Zahlhäuschen beim Eingang mussten wir nur noch 10 Dollar Eintrittsgebühren pro Person bezahlen und das Abenteuer konnte losgehen. Doch... nach dem bezahlen sagte die kleine indigene Rangerin im Kassenhäuschen: "Mit dem Camper dürft ihr nicht in das Valley hineinfahren." "Wieso?" "Aus Sicherheitsgründen, die Strecke ist zu "Danger for Camper".
Das müssen wir wohl so akzeptieren... Aber echt jetzt...!
Die dämliche Tante an der Kasse hat ja keinen blassen Schimmer wo unser Strieli schon überall durchgefahren ist. Ich könnte kotzen! Zuerst 20 Dollar kassieren... naja damit wir lediglich 200 Meter weiter auf einen Parkplatz dürfen und bei dem Laden landen, der indianische Souvenirs aus Thailand verhökert.
Ihr könnt euch sicher vorstellen dass ich noch eine lange Zeit vor mich hin geflucht habe. Denn mein Ärger war genau so gigantisch wie die "Buttes" und beim Herausfahren aus der Anlage, (beim Kassenhäuschen) musste ich einfach meinem Ärger (in der dementsprechenden Lautstärke) freien Lauf lassen. Also Schwamm drüber und weiter.
Grand Canyon
Grand Canyon
Die Ebene von der aus Du den Grand Canyon bestaunen kannst, liegt ca. 2'200 Meter über dem Meer, also 7'217.8477690289 Fuss hoch, und so kann es in der Nacht schon recht kühl werden. Am Tag heizt die Sonne innert kürzester Zeit das hochliegende Plateau auf und es wird fast unerträglich heiss. Doch 1'600 Meter weiter unten, da wo der Colorado River fliesst, muss es noch einiges heisser sein. Faszinierend ist, dass sich der Colorado River 446 Kilometer durch den Grand Canyon schlängelt. Eine enorme Strecke und an vielen Orten kann man den Fluss nicht sehen, weil er so tief in der Schlucht liegt. Es ist wirklich sehr schwer zu beschreiben,
wie das gigantische Farbenschauspiel beim Sonnenuntergang oder am Morgen, wenn die ersten Strahlen die Felsen beleuchten, auf einen wirken. Am besten gehst Du mal selber dorthin. Dann wirst du merken, dass es für dieses Naturwunder keine Worte gibt, die all die Schönheit beschreiben können. Am Schluss bleibt dir nur ein "Wow", weil es einfach sprachlos macht. Nach zwei Tagen verlassen wir diesen eindrucksvollen Ort und fahren weiter zur nächsten Naturschönheit.Bryce Canyon
Im Laufe des Nachmittages, welcher Tag es war weiss ich nicht mehr, bezogen wir einen Stellplatz gleich nach der Einfahrt des Parkes. Eine Online Reservierung ist erforderlich, sonst kannst du hier nicht stehen. Zu unserer Verwunderung sprach uns der Ranger und die Rangerin bei ihrer Kontrolle uns auf Berndeutsch an. Das ist jetzt aber so was von cool, wieder mal in unserer Landessprache zu kommunizieren. Marianne und Albi arbeiten als freiwillige Ranger in den National Parks und so wie sie erzählen, würde ohne die Volontaires (Freiwillige) hier nichts mehr laufen.
Aus Erfahrung wissen wir ja, dass der Besuch eines Parkes am besten am frühen Morgen stattfinden sollte. Leider war dieser Morgen recht kalt und neblig, und die tiefen Wolken versperrten an vielen Orten die Sicht auf die zerklüftete Landschaft. Doch nach einiger Zeit verzog sich der Nebel und bot uns einige schöne Ausblicke auf die beeindruckende Landschaft. Mittlerweile war es 10 Uhr und es war an der Zeit, aus dem Bryce Canyon zu verschwinden. Denn die Busse, Cars und privaten Autos luden wieder massenhaft Humanoide an den Hotspots aus, und das Gedränge bei den schönsten Aussichtspunkten wurde unerträglich. Los geht es, raus aus dem Gewusel!
Ruhige Orte
Immer wieder finden wir Übernachtungsplätze wo sich kein Tourist hin verirrt, ganz besonders Toby freut sich über diese Orte. Am Abend macht unser
Fell-Wuschel-Knuddel-Hund ausgedehnte Erkundungstouren in der Gegend und bleibt längere Zeit weg vom Wohnmobil. Den Heimweg hat er auf jeden Fall immer wieder gefunden, egal wo wir gerade sind. Das nächste Ziel, das wir anpeilen wird ihm wohl nicht besonders gefallen, wir werden dort einfach nur durchfahren und damit hat es sich.
Las Vegas
Bevor wir durch Las Vegas streiften, verbrachten wir noch eine Nacht in den Bergen. Ganz in der Nähe der Glitzerstadt gibt es Skigebiete, Wälder und angenehme Temperaturen. Denn in Las Vegas herrschen 40°C, wenn nicht noch mehr, aber hier oben auf dem Mount-weiss-nicht mehr-wie-der-heisst... ist es 15 - 20°C kühler. Also ideal um zu schlafen und Toby ist uns auch dankbar dafür. So standen wir am nächsten Morgen wieder zeitig, auf um das Treiben auf den Strassen dieser von Blendern, Geblendeten, Ahnungslosen und Verrückten, bevölkerten Stadt
Joshua Tree Park
So langsam geht es in Richtung Mexiko und Vorbereitungen für die Einreise müssen gemacht werden. Natürlich braucht es wieder allerhand Zertifikate für Tobys Einreise,und auch eine neue Fahrzeugversicherung für Mexiko brauchen wir. Doch wenn wir dann mal in Mexiko sind, haben wir (so wie es aussieht) ein halbes Jahr Zeit, es zu bereisen und kennenzulernen. Wir freuen uns riesig auf diesen Abschnitt unserer Tour. Was wird uns wohl alles begegnen und was dürfen wir dort alles erleben? Es wird sicher aufregend und spannend, und Ihr werdet sicher im nächsten Blog von unseren ersten Tagen in Mexiko erfahren.
Der Schluss und das Gerumpel
Das Camp Rancho Jurupa haben wir, zwischen dem entstehen dieses Blogs, wieder verlassen und stehen nun bei Blythe am Colorado River, der bei 38°C zum Baden einlädt. Auf dem Weg hierhin ging das Gerumpel an der Vorderachse von Strieli wieder los. Also war wohl doch nicht der Reifendruck in den Vorderrädern, den ich reduziert habe, für das Verschwinden des Gerumpels verantwortlich. In Mexiko werden wir nach einer geeigneten Werkstatt suchen, die sich Strieli annimmt und ihn mit der nötigen Liebe und Fürsorge behandelt, bis wieder alles in Ordnung ist.
Ich denke, dass dieser Bericht nun langsam enden sollte, er ist wirklich lang, trotzdem hoffe ich, er war für Euch kurzweilig.
Der Schluss und das Gerumpel
Das Camp Rancho Jurupa haben wir, zwischen dem entstehen dieses Blogs, wieder verlassen und stehen nun bei Blythe am Colorado River, der bei 38°C zum Baden einlädt. Auf dem Weg hierhin ging das Gerumpel an der Vorderachse von Strieli wieder los. Also war wohl doch nicht der Reifendruck in den Vorderrädern, den ich reduziert habe, für das Verschwinden des Gerumpels verantwortlich. In Mexiko werden wir nach einer geeigneten Werkstatt suchen, die sich Strieli annimmt und ihn mit der nötigen Liebe und Fürsorge behandelt, bis wieder alles in Ordnung ist.
Ich denke, dass dieser Bericht nun langsam enden sollte, er ist wirklich lang, trotzdem hoffe ich, er war für Euch kurzweilig.
Wir in Hundert Jahren und immer noch verliebt wie am ersten Tag.
Bis bald und Tschüüüüssss.




































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