Schon im vorletzten Blog erwähnte ich etwas von Claudia und Oli. Ein deutsches Paar das wir zuerst in Tantan, ganz im Süden Marokkos und dann nochmals bei der unterirdischen Stadt getroffen hatten. Die zwei sind begeisterte Globetrotter, und wie es der Name Globetrotter schon sagt, sie bereisen die Welt wie es ihnen gefällt. Erfahren und weltoffen wie Oli und Claudia sind, bekamen wir schon beim ersten Kontakt eine freundliche Begrüssung und eine Menge wertvoller Ratschläge. Denn die beiden waren schon dort wo wir mitte April hin wollen, wohin sage ich noch nicht. Nur soviel, es ist weit-weit weg und Toby darf mit uns Flieger fliegen (der kackt sich vor Freude jetzt schon in die Hose). Es ist ein Ort mit enorm vielen Bäumen und es werden zwei Sprachen gesprochen. Naja wenn wir dort sind und alles gut gelaufen ist, werdet ihr es schon noch erfahren. Also Adeline und ich, wir machen uns auch fast in die Hosen vor Freude.
Mittlerweile haben wir das Land der Berber, Araber, Gnawa und Haratin verlassen. Nach zwei Wochen ununterbrochenem Regen und korrupten Beamten zieht es uns wieder nach Europa. Was freue ich mich auf Spiegeleier und Speck zum Frühstück, was ich in Marokko ja nicht wirklich bekomme.
(Speck: ein Erzeugnis aus Schwein und daher in Marokko nicht erhältlich, sowie natürlich auch Schweinskotteleten und alle anderen schweinischen Erzeugnisse).
Also mieses Wetter und korrupte Bullen vermiesten uns den weiteren Aufenthalt in diesem doch schönen Land. Jetzt wo wir wieder in Europa sind, kann ich ja über die abzockenden Polizisten von Marokko schreiben... die Schweine die.
Ok, nicht alle Beamten sind korrupt! Viermal wurde ich aus dem Verkehr gezogen wegen geringfügigen Vergehen. Ich halte mich ja immer an die Verkehrsregeln. Die erste Strafe erhielt ich für eine Geschwindigkeitsübertretung von 4 km/h, das macht dann 150 Dirham (14.90 Fr.). Strassenschilder wie etwa Geschwindigkeitstafeln sind meist schwer zu sehen, wenn sie dann überhaupt vorhanden sind. Die zweite Begegnung mit den freundlichen Beamten kostete wieder 14.90 Fr., diesmal für 9 km/h zu schnell. Bis jetzt war alles korrekt abgelaufen, so mit Ausweis zeigen und mit Quittung für die bezahlte Busse. Die dritte und vierte Begegnung mit den Typen verlief allerdings etwas anders.
Ein freundlich scheinender Beamter von der Gendarmerie Royal, in seiner unverkennbaren Uniform (weisse Lederjacke und bis auf die Zähne bewaffnet) forderte uns mit einem eindeutigen Handzeichen auf, am Strassenrand anzuhalten. Keine Ahnung wieso wir schon wieder angehalten werden? Wird wohl wieder 14.90 Fr. kosten für eine Geschwindigkeitsübertretung. Dieses mal gab es keine Angaben zu der überschrittenen Geschwindigkeit und es gab auch keine Quitung für die bezahlten 200 Dirham (ca. 19.80 Fr.) Ich wurde einfach aufgefordert, mal kurz hinter das Fahrzeug zu kommen, und der Typ nuschelte mir mit Flüsterstimme 200 Dirham ins Ohr. Also, bezahlen und weiter nicht ärgern. Doch der nächste korrupte Bulle liess nicht lange auf sich warten. Dieses Mal ist der Preis für ein überrollen der STOPLINIE auf einer wenig befahrenen Strasse 400 Dirham wert. Meine Fresse... jetzt habe ich die Schnauze aber gestrichen voll! Die miese Sau konnte plötzlich kein Englich und kein Französisch mehr. Ich wurde wieder hinter unser Fahrzeug gebeten und da wurde mir der Preis schon wieder ins Ohr genuschelt. Also, bezahlen und Schwamm drüber. Nein, nichts Schwamm drüber...!
Vierzehn Tage mieses Wetter und zweimal abgezockt reicht uns allemal! Wir verabschieden uns von Marokko.
Natürlich war die Reise nach Marokko ein tolles Erlebnis und wir möchten keinen Moment missen. Alle die Bekanntschaften mit den Menschen, Einheimische wie Touristen werden uns in Erinnerung bleiben und mit Freude an sie zurückdenken. Dodo, Franz, Dirk und seine Sippschaft, Jo & Dee, Claudia & Oli, die Kanadier auf dem Nichtraucher Campingplatz, der liebenswerte Tuareg von den blauen Bergen, der Kleinladenbesitzer aus Zagora der uns alles zum Wohnmobil trug, und viele mehr deren Namen ich nicht mehr weiss. Ja, Marokko ist schon eine Reise wert.
L'Hospitalet de I'Infant, heisst die Ortschaft in der Strieli seinen bitternötigen Service bekommt. Bei Thomas, einem deutschen Auswanderer der seit dreissig Jahren in Spanien lebt und eine Werkstatt führt, konnten wir Strieli, unser Wohnmobil mit gutem Gewissen für die benötigten Anliegen abgeben. Diesel-, Luft- und Oelfilter wurden ersetzt. Hinten und vorne neue Bremsen und alle Flüssigkeiten erneuert und schon wieder - neue Reifen. Dieses Mal gab es keine Ganzjahresreifen, sondern Winterreifen. Denn da wo wir im April hin wollen könnte es noch Schnee haben. Wenn ihr mal hier in der Nähe seid und mit dem Fahrzeug etwas nicht in Ordnung ist, empfehle ich:
Deutsche Werkstatt, Neumaticos, Mecanica en General Thomas
In der Zeit wo Strieli in der Rehabilitation ist, geniessen wir den Komfort eines Mobilhomes auf dem Campingplatz Cala d'Oquest. Toby ist natürlich überhaupt nicht begeistert von der Situation, sein geliebtes Plätzchen im Strieli unter dem Tisch gegen ein völlig neues Zuhause in einer fremden Hütte einzutauschen. Für uns war es mal wieder ein wenig Luxus, so mit Dusche in den eigenen vier Wänden. Doch der Zustand der Matratze im Schlafzimmer hatte nicht mehr viel mit Luxus zu tun und wir waren froh, wieder in unserem eigenen Bett zu schlafen. Nun haben wir unseren Strieli wieder zurück und alle Arbeiten wurden zu unserer Zufriedenheit erledigt. So kann unsere Reise mit einem sicheren Gefühl weitergehen. Viele Leute denken vielleicht, dass unser Trip nur Ferien bedeutet, die muss ich leider enttäuschen.
Es gibt immer wieder viel zu organisieren. Es geht nicht nur um den täglichen Ablauf wie Einkaufen oder Übernachtungen. Im Moment ist es so, dass eine der zwei Bordbatterien nach 7 Jahren den Geist aufgegeben hat und somit den Konverter, der 230 Volt für die Kaffeemaschine liefert, nicht mehr mit genügend Strom versorgt wird. Die Suche nach einem geeigneten Geschäft, das nicht gerade inmitten einer Grossstadt ist und auch noch einen geeigneten Parkplatz für Strieli anbietet, muss gefunden werden. In Girona bin ich fündig geworden und am Montagmorgen fahren wir dorthin, mal schauen ob die eine passende Batterie haben.
Ansonsten muss weiter gesucht werden, oder der Kaffeekonsum wird eingestellt... Diese Option wird nur im äussersten Notfall in Betracht gezogen, denn es geht nichts über einen Kaffee am Morgen, den ich per Knopfdruck produzieren kann. Für Euch vielleicht belanglos, für mich eine entscheidende Notwendigkeit um gut in den Tag zu starten.
Ach ja... in Spanien angekommen, war noch ein Termin bei Max und Jolanda zu organisieren. Wir hatten die zwei in der Westernstadt Mini Hollywood Oasys durch Roberto kennengelernt. Drei liebenswürdige Westernliebhaber, mit denen wir einen tollen Tag verbrachten im Nov. Unsere Drohne (das kleine Ding, das fliegt und Bilder oder Filme machen kann) die in Marrokko VERBOTEN ist, durften wir bei ihnen in Moreira deponieren, bis wir wieder aus dem Land der korrupten... na ja, ihr wisst schon... zurück sind.
Noch etwas zum schlechten Wetter das uns nun schon gut zwei/drei Wochen begleitet. Es ist echt anstrengend und wir zwei müssen aufpassen, dass wir uns nicht gegenseitig auf die Nerven gehen. Den bei dem ewigen Regen, sitzen wir so gut wie 24 Stunden im Wohnmobil und jeder muss den anderen in dieser Zeit ertragen. Im Grossen und Ganzen geht das auch, aber manchmal möchte das Eine oder Andere auch mal alleine sein und nicht immer die tollen Witze oder Launen des Anderen ertragen. Irgendwann wird das Wetter wohl auch wieder besser, und wenn die Sonne scheint sind alle Strapazen mit dem gegenüber vergessen. Für uns ist es einigermassen leicht wenn wir auf so engem Raum zusammen sind, denn wir lieben uns über alles!👿😍
Ein heftiger Sturm (Zyklon) wütet über dem Norden des Mittelmeer's mit heftigen Regenfällen und starken Windböen. Einen Teil bekommen wir hier auch zu spüren, doch zeitweise reisst es die Wolkendecke auf und die Küste Spaniens zeigt sich für einen kurzen Moment von seiner freundlichen Seite. Uns zieht es jetzt nach Norden und wir werden Anfang April in Liverpool landen, für wichtige Termine die noch geheim gehalten werden. Nein, nein, wir werden keine Schallplatte mit den Beatels aufnehmen ;-), wir haben ganz andere Pläne.
Ansonsten muss weiter gesucht werden, oder der Kaffeekonsum wird eingestellt... Diese Option wird nur im äussersten Notfall in Betracht gezogen, denn es geht nichts über einen Kaffee am Morgen, den ich per Knopfdruck produzieren kann. Für Euch vielleicht belanglos, für mich eine entscheidende Notwendigkeit um gut in den Tag zu starten.
Ach ja... in Spanien angekommen, war noch ein Termin bei Max und Jolanda zu organisieren. Wir hatten die zwei in der Westernstadt Mini Hollywood Oasys durch Roberto kennengelernt. Drei liebenswürdige Westernliebhaber, mit denen wir einen tollen Tag verbrachten im Nov. Unsere Drohne (das kleine Ding, das fliegt und Bilder oder Filme machen kann) die in Marrokko VERBOTEN ist, durften wir bei ihnen in Moreira deponieren, bis wir wieder aus dem Land der korrupten... na ja, ihr wisst schon... zurück sind.
Noch etwas zum schlechten Wetter das uns nun schon gut zwei/drei Wochen begleitet. Es ist echt anstrengend und wir zwei müssen aufpassen, dass wir uns nicht gegenseitig auf die Nerven gehen. Den bei dem ewigen Regen, sitzen wir so gut wie 24 Stunden im Wohnmobil und jeder muss den anderen in dieser Zeit ertragen. Im Grossen und Ganzen geht das auch, aber manchmal möchte das Eine oder Andere auch mal alleine sein und nicht immer die tollen Witze oder Launen des Anderen ertragen. Irgendwann wird das Wetter wohl auch wieder besser, und wenn die Sonne scheint sind alle Strapazen mit dem gegenüber vergessen. Für uns ist es einigermassen leicht wenn wir auf so engem Raum zusammen sind, denn wir lieben uns über alles!👿😍
Ein heftiger Sturm (Zyklon) wütet über dem Norden des Mittelmeer's mit heftigen Regenfällen und starken Windböen. Einen Teil bekommen wir hier auch zu spüren, doch zeitweise reisst es die Wolkendecke auf und die Küste Spaniens zeigt sich für einen kurzen Moment von seiner freundlichen Seite. Uns zieht es jetzt nach Norden und wir werden Anfang April in Liverpool landen, für wichtige Termine die noch geheim gehalten werden. Nein, nein, wir werden keine Schallplatte mit den Beatels aufnehmen ;-), wir haben ganz andere Pläne.
Ihr werdet auf alle Fälle auf dem Laufenden gehalten! Ich freue mich, Euch von unseren Spinnereien wieder zu berichten.
In ca. drei Wochen werdet ihr wieder Neues von unserem Trip erfahren und bis dahin werde ich Strieli sicher noch einige Male gewaschen haben.
Das gute und zuverlassige Gefährt hat das wirklich verdient!





















































