Dieses Blog durchsuchen

03 Oktober, 2026

Too many parks

Gut drei Wochen bleiben uns noch in den USA um Land und Leute zu bestaunen, dann ist unser 90-Tage-Aufenthalt in diesem vielfältigen Land abgelaufen. Mittlerweile stehen wir auf dem Camp Rancho Jurupa Regional Park (duschen war wieder mal fällig), ca. eine Fahrstunde südöstlich von Los Angeles entfernt.

Green River und Jeff
Am Green River im Bundesstaat Utah entstand der letzte Bericht auf unserem Blog. Das war da, wo Jeff uns an einem Sonntagmorgen, es war 07:00 Uhr und wir waren eben erst gerade aufgestanden, unbedingt die Geschichte um den Green River näherbringen wollte. "O.K., Jeff give me half an hour, then we'll be ready." Jeff nahm uns in seinem weissen Allrad-Nissan (so einen habe ich in Europa noch nie gesehen) mit zur ersten Sehenswürdigkeit in diesem Canyon. Ein verlassener Unterschlupf für Cowboys, die hier ihre Tiere durchgetrieben oder bewacht haben. Auf der gegenüberliegenden Seite des Green River sah man auch noch einen alten Trail, auf dem, so sagt man, Butch Cassidy in sein Versteck gelangte.

Die Tour die wir mit Jeff (der stehts eine Pistole zu seiner eigenen Sicherheit auf sich trägt) machen durften, dauerte eine gute Stunde. So führte er uns zu den Petroglyphen die von verschiedenen indigenen Völkern vor 2000 Jahren gemacht wurden. Am Schluss unserer Tour wollte ich von Jeff noch wissen, wieso dieser Fluss überhaupt Green River heisst. Denn die Farbe des Wassers, das irgendwann mal in den Colorado River fliesst, erinnert mich doch eher an Milchkaffe. "In Wyoming, da wo er entspringt, der Green River, ist er noch grün!" Ok... Danke Jeff, für den schönen und interessanten Ausflug, wir werden immer wieder an Dich denken.

Arch National Park

Der Arch National Park war als nächstes auf unserer Liste der Sehenswürdigkeiten der USA.

Es ist in allen Parks, die wir bis jetzt besucht haben, immer dasselbe. Wenn man nicht schon um acht oder neun Uhr vor Ort ist, kannst du einfach keine Bilder mehr machen ohne die Menschenmassen, die dir jedes Motiv versauen. Echt jetzt... ich habe wirklich keine Vorurteile anderer Menschen gegenüber. Jedoch, die asiatischen Touristen finde ich am nervigsten. Ganze Carladungen von ihnen werden an den spektakulärsten Standorten der Parks ausgeladen. "Nein, das ist nicht der richtige Ausdruck dafür", ausgespuckt währe wohl zutreffender.
Sie stehen immer zuvorderst bei den Hotspots, und natürlich mit dem Rücken zu der Attraktion damit sie das Selfie (Wir-waren- hier-dämliches-Grinsen) nach Hause schicken können. Eigentlich sind sie liebenswerte Zeitgenossen, wenn sie nur nicht unentwegt "schnattern" würden und so die Stille der Natur zerstören. Da wir zum Glück Frühaufsteher sind, fällt es uns leicht, vor den Menschenmassen die tollen Orte zu Besuchen und diese in Ruhe zu erkunden und zu geniessen.

Navajo National Monument

Ihr müsst das Bild schon vergrössern um die Steingebäude im inneren der riesigen Felsnische zu sehen. Cool wäre es, wenn man die 150 Meter in die Schlucht laufen dürfte um das ganze Dorf, das von den Navajos in Arizona in der Nähe von der Stadt Flagstaff gebaut wurde, von nahem besichtigen könnte. Leider ist der Zugang seit 1968 für Touristen verboten. Eigentlich verständlich, wenn man die Hinterlassenschaften der modernen Zivilisation in der Natur sieht. Das untere Bild ist ein gut gelungenes Model von der Siedlung in dieser gigantischen Felsnische und steht im Navajo Monument Museum. Der Eintritt in das Museum sowie der Zugang zu dem Park ist kostenlos und die, ganz in der Nähe liegenden, Campgrounds ebenso.


Monument Valley

Es war ein lang gehegter Wunsch von mir, das Monument Valley zu besuchen! Die Gegenden, die ich in so vielen Westernfilmen bewundert habe. Endlich war es soweit, dass sich dieser Wunsch erfüllt. Staubige Strassen führen zwischen den "Buttes" (Tafelberge oder Zeugenberge) oder "Mesas" (grosse Hochebenen mit steilen Wänden und schlanken Felsnadeln) hindurch, und genau dort wollen wir mit Strieli hindurchfahren.

Schon von weitem waren die gigantischen Felsen zu sehen, und die Vorfreude auf die kolossale Kulisse war genau so gross wie die Felsformationen die wir sahen. Nur noch einige Meilen bis zum Eingang und die Zeit darf für eine Weile stehenbleiben um meinen Traum wahr werden zu lassen. Am Zahlhäuschen beim Eingang mussten wir nur noch 10 Dollar Eintrittsgebühren pro Person bezahlen und das Abenteuer konnte losgehen. Doch... nach dem bezahlen sagte die kleine indigene Rangerin im Kassenhäuschen: "Mit dem Camper dürft ihr nicht in das Valley hineinfahren." "Wieso?" "Aus Sicherheitsgründen, die Strecke ist zu "Danger for Camper".

Das müssen wir wohl so akzeptieren... Aber echt jetzt...!
Die dämliche Tante an der Kasse hat ja keinen blassen Schimmer wo unser Strieli schon überall durchgefahren ist. Ich könnte kotzen! Zuerst 20 Dollar kassieren... naja damit wir lediglich 200 Meter weiter auf einen Parkplatz dürfen und bei dem Laden landen, der indianische Souvenirs aus Thailand verhökert. 
Ihr könnt euch sicher vorstellen dass ich noch eine lange Zeit vor mich hin geflucht habe. Denn mein Ärger war genau so gigantisch wie die "Buttes" und beim Herausfahren aus der Anlage, (beim Kassenhäuschen) musste ich einfach meinem Ärger (in der dementsprechenden Lautstärke) freien Lauf lassen. Also Schwamm drüber und weiter.

Grand Canyon

Die Ebene von der aus Du den Grand Canyon bestaunen kannst, liegt ca. 2'200 Meter über dem Meer, also 7'217.8477690289 Fuss hoch, und so kann es in der Nacht schon recht kühl werden. Am Tag heizt die Sonne innert kürzester Zeit das hochliegende Plateau auf und es wird fast unerträglich heiss. Doch 1'600 Meter weiter unten, da wo der Colorado River fliesst, muss es noch einiges heisser sein. Faszinierend ist, dass sich der Colorado River 446 Kilometer durch den Grand Canyon schlängelt. Eine enorme Strecke und an vielen Orten kann man den Fluss nicht sehen, weil er so tief in der Schlucht liegt. Es ist wirklich sehr schwer zu beschreiben, 
wie das gigantische Farbenschauspiel beim Sonnenuntergang oder am Morgen, wenn die ersten Strahlen die Felsen beleuchten, auf einen wirken. Am besten gehst Du mal selber dorthin. Dann wirst du merken, dass es für dieses Naturwunder keine Worte gibt, die all die Schönheit beschreiben können. Am Schluss bleibt dir nur ein "Wow", weil es einfach sprachlos macht. Nach zwei Tagen verlassen wir diesen eindrucksvollen Ort und fahren weiter zur nächsten Naturschönheit.

Bryce Canyon

Im Laufe des Nachmittages, welcher Tag es war weiss ich nicht mehr, bezogen wir einen Stellplatz gleich nach der Einfahrt des Parkes. Eine Online Reservierung ist erforderlich, sonst kannst du hier nicht stehen. Zu unserer Verwunderung sprach uns der Ranger und die Rangerin bei ihrer Kontrolle uns auf Berndeutsch an. Das ist jetzt aber so was von cool, wieder mal in unserer Landessprache zu kommunizieren. Marianne und Albi arbeiten als freiwillige Ranger in den National Parks und so wie sie erzählen, würde ohne die Volontaires (Freiwillige) hier nichts mehr laufen.
Aus Erfahrung wissen wir ja, dass der Besuch eines Parkes am besten am frühen Morgen stattfinden sollte. Leider war dieser Morgen recht kalt und neblig, und die tiefen Wolken versperrten an vielen Orten die Sicht auf die zerklüftete Landschaft. Doch nach einiger Zeit verzog sich der Nebel und bot uns einige schöne Ausblicke auf die beeindruckende Landschaft. Mittlerweile war es 10 Uhr und es war an der Zeit, aus dem Bryce Canyon zu verschwinden. Denn die Busse, Cars und privaten Autos luden wieder massenhaft Humanoide an den Hotspots aus, und das Gedränge bei den schönsten Aussichtspunkten wurde unerträglich. Los geht es, raus aus dem Gewusel!
 
Ruhige Orte

Immer wieder finden wir Übernachtungsplätze wo sich kein Tourist hin verirrt, ganz besonders Toby freut sich über diese Orte. Am Abend macht unser
Fell-Wuschel-Knuddel-Hund ausgedehnte Erkundungstouren  in der Gegend und bleibt längere Zeit weg vom Wohnmobil. Den Heimweg hat er auf jeden Fall immer wieder gefunden, egal wo wir gerade sind. Das nächste Ziel, das wir anpeilen wird ihm wohl nicht besonders gefallen, wir werden dort einfach nur durchfahren und damit hat es sich.

Las Vegas

Bevor wir durch Las Vegas streiften, verbrachten wir noch eine Nacht in den Bergen. Ganz in der Nähe der Glitzerstadt gibt es Skigebiete, Wälder und angenehme Temperaturen. Denn in Las Vegas herrschen 40°C, wenn nicht noch mehr, aber hier oben auf dem Mount-weiss-nicht mehr-wie-der-heisst... ist es 15 - 20°C kühler. Also ideal um zu schlafen und Toby ist uns auch dankbar dafür. So standen wir am nächsten Morgen wieder zeitig, auf um das Treiben auf den Strassen dieser von Blendern, Geblendeten, Ahnungslosen und Verrückten, bevölkerten Stadt

zu bestaunen. Es ist laut, heiss und ein Gedränge auf den Gehwegen die an den Casinos und Hotels vorbeiführen. Das Buch, "Das Letzte Gefecht - The Stand" von Stephen King kommt mir unweigerlich beim Besuch von Las Vegas in den Sinn. Randal Flagg verkörpert das Böse in diesem Buch und lockt leichtgläubige Menschen mit dem Versprechen von Glück und Reichtum hierher, damit Er die Weltherrschaft an sich reissen kann. Naja, zum Schluss geht der Plan aber so richtig in die Hosen. Denn, Er hatte einfach zu viele Irre um sich geschart. O.K. die Eindrücke von Las Vegas bleiben, wir aber nicht, und so verliessen wir die Stadt der Glücksritter am selben Tag.

Joshua Tree Park

Nach dem kurzen eindrucksvollen Besuch von Las Vegas, sehnen wir uns wieder nach Abgeschiedenheit und Natur. Hier, zwischen den massiven Felsen und den kaktusähnlichen Joshua Bäumen (gehören zur Gattung Palmlilien) wurden wir fündig. An solchen Orten haben wir Zeit, an die vergangenen 18 Monate zu denken die wir bereits unterwegs sind. Meine Güte... was haben wir doch für ein grosses Glück, dass wir die Möglichkeit haben all dass zu tun, was wir gerade machen. Die Ungewissheit, die wir am ersten Tag verspürten, ist nicht vollständig verflogen. Denn es kommen immer wieder neue, unbekannte Situationen auf uns zu die zu meistern sind. Aber wir möchten keinen Moment unserer Reise missen.
So langsam geht es in Richtung Mexiko und Vorbereitungen für die Einreise müssen gemacht werden. Natürlich braucht es wieder allerhand Zertifikate für Tobys Einreise,
und auch eine neue Fahrzeugversicherung für Mexiko brauchen wir. Doch wenn wir dann mal in Mexiko sind, haben wir (so wie es aussieht) ein halbes Jahr Zeit, es zu bereisen und kennenzulernen. Wir freuen uns riesig auf diesen Abschnitt unserer Tour. Was wird uns wohl alles begegnen und was dürfen wir dort alles erleben? Es wird sicher aufregend und spannend, und Ihr werdet sicher im nächsten Blog von unseren ersten Tagen in Mexiko erfahren.

Der Schluss und das Gerumpel

Das Camp Rancho Jurupa haben wir, zwischen dem entstehen dieses Blogs, wieder verlassen und stehen nun bei Blythe am Colorado River, der bei 38°C zum Baden einlädt. Auf dem Weg hierhin ging d
as Gerumpel an der Vorderachse von Strieli wieder los. Also war wohl doch nicht der Reifendruck in den Vorderrädern, den ich reduziert habe, für das Verschwinden des Gerumpels verantwortlich. In Mexiko werden wir nach einer geeigneten Werkstatt suchen, die sich Strieli annimmt und ihn mit der nötigen Liebe und Fürsorge behandelt, bis wieder alles in Ordnung ist.

Ich denke, dass dieser Bericht nun langsam enden sollte, er ist wirklich lang, trotzdem hoffe ich, er war für Euch kurzweilig. 

"Noch einige Bilder für Euch"




















Wir in Hundert Jahren und immer noch verliebt wie am ersten Tag.

Bis bald und Tschüüüüssss.

08 September, 2026

Dies und das und viel Gerumpel


Nach Oregon ging es weiter nach Kalifornien, Nevada und nun stehen wir am Green River in Utah. Auf der zurückgelegten Strecke haben wir wieder viele Eindrücke und Erfahrungen gesammelt, von denen ich euch ein wenig erzählen will. Es ist Sonntag, der 6. September 2026.

Und wir haben uns einen etwas abgelegenen Ort für das Wochenende ausgesucht. Denn Morgen ist Labor Day in den USA, da sind die Parks und Sehenswürdigkeiten überfüllt mit Familien und deren schreienden Kindern. Dazu kommen die dröhnenden Generatoren mit denen sie Trailer mit Strom versorgen, und Party bis spät in die Nacht. So verbringt ein Grossteil der Amis dieses verlängerte Wochenende.
Es ist echt schwer an solchen Feiertagen einen ruhigen Platz in der Natur zu finden, doch das Glück war mal wieder auf unserer Seite und führte uns zu diesem unglaublich schönen und abgeschiedenen Ort am Green River in Utah.

Kalifornien erreichten wir über die Route 101, und das erste Naturschauspiel das wir uns 
ansehen wollten war der Redwood Forrest National Park. Ich weiss nicht ob das jetzt die Mammutbäume sind von denen alle Sprechen, aber es sind Giganten die in die Höhe ragen. Als ob sie die Wolken berühren möchten. 800 bis 1500 Jahre alt werden diese Baumriesen, und ein Exemplar hatte man sogar auf 2000 Jahre geschätzt. Das war so etwa die Zeit als Pontius Pilatus Jesus aufs Kreuz gelegt hatte.
(kleine Flunkerei von mir 😉)
Das war erst die erste Attraktion die der Sunshine-State uns zu bieten hatte. Natürlich war es fast schon Pflicht auf der Route Nr.1 bis nach San Francisco zu fahren. In der kleinen Ortschaft Leggett, im Norden Kaliforniens beginnt die Legendäre Route Nr.1 und führt bis nach Los Angeles. Hier ist die Strasse noch schmal und unbedeutend, was ihre Faszination aber nicht schmälern soll. Kurvenreich und über hügelige Landschaften führt uns die Nr.1, 200 Meilen die Küste entlang und immer wieder ins Landesinnere und wieder an die Küste.
Und genau auf dieser schönen Strasse fängt es im Motorraum an zu poltern und rumpeln! Vorwiegend beim Anfahren oder bei Steigungen, als ob Strieli plötzlich bockig und störrisch wäre. Dasselbe Problem hatten wir in Tarifa, kurz vor der Überfahrt nach Marokko, schon mal gehabt. Aber dann war es plötzlich weg und wir machten uns keine Sorgen und vergassen das ganze, bis jetzt.
Darum müssen wir uns noch kümmern, sonst ist das Ende unserer Reise vorprogrammiert und das möchten wir auf keinen Fall. Also mit bedacht und behutsam weiterfahren und die Nr.1 und die Landschaft an der Küste und im Landesinneren geniessen um an einem Stück bis nach San Francisco zu gelangen.
O.K. San Francisco haben wir erreicht, es sind keine Teile aus Strielis Motorraum gefallen und alles ist noch an seinem Platz, aber er bockt immer noch vor sich hin wenn es steil bergauf geht. KI und Google meinen, dass der Fehler bei den Kreuzgelenken liegen könnte (ausgeleiert) oder an den Stossdämpfern und Federbeinen (Alterserscheinung). Auch bei einer Facebookgruppe von Reisenden wie wir, suchten wir Rat. Einige Tipps, sowie gute Werkstätten wurden uns empfohlen. Einer meinte noch: "Mit so einer alten Rübe macht man doch keine solche Reise mehr, die sollte besser verschrottet werden." "Danke, Du 💩 Pappnase. Das war sehr hilfreich. Warst wohl neun Jahre in einer Baumschule und bist immer noch ein Holzpflock😄." Also, Spass bei Seite. Es ist ein ernstes Problem das gelöst werden muss!
Eine Werkstatt in Santa Rose in Kalifornien würde uns die Stossdämpfer für 1000 $ ersetzen, wir müssten einfach neue Teile aus Europa kommen lassen. Dieser Preis erschien uns doch etwas teuer, nur für die Arbeit. Nach langem hin und her und unzähligen lösungsorientierten Gedanken, spätabends vor dem Einschlafen: "Eureka - ich glaube ich habe die Wurzel des Übels gefunden!"
Und wehe, wenn jetzt so ein Intelligenzbolzen dazwischen ruft "Ist ja logisch, das hätte ich dir sagen können." Na ja... der war wohl auch in einer Baumschule.
Die Lösung: Ein viel zu hoher Druck in den neuen Reifen verursachte einen zu geringen Bodenkontakt, sodass die kleinen 14-Zoll Gummis beim Anfahren oder bergauf durchdrehten und so das ganze bockige Verhalten von Strieli verursachten. Also, Luftdruck reduziert und alles wurde gut. Mit einem guten Gefühl konnten wir unsere Reise fortsetzen in Richtung
Yosemite National Park, und natürlich waren wir nicht die einzigen, die dieses Naturwunder mit eigenen Augen sehen wollten. In Reiseprospekten oder Filmen kann man diese faszinierende Landschaft natürlich auch begutachten, aber es ist schon eine andere Nummer wenn man selber (so klein und unbedeutend wie man auf dieser Erde ist) vor dieser gewaltigen Landschaft steht.
Es gibt noch so viele Orte auf dieser Welt die ich sehen möchte, bevor ich irgendwann genüsslich und mit einem letzten Scherz auf den Lippen ins Gras beisse...

Also weiter geht es auf dem Weg zu den tollen Orten, einer davon ist Bodie. Eine Geisterstadt, entstanden 1859 als kleines Minenlager von einer Gruppe Goldsuchern, darunter W.S. Bodey der im darauffolgenden November in einem Schneesturm ums Leben kam. Er erlebte den Aufstieg dieser Stadt, die 1879 schon 10'000 Einwohner beherbergte nicht mehr. Weitere Goldfunde lockten immer mehr Menschen in diese Stadt, so wurde Bodie 1880 die drittgrösste Stadt 
von Kalifornien. Es gibt eine Geschichte über Rosa May, einer Prostituierten, die den Männern der Stadt zu Hilfe kam, als während des Booms eine Epidemie ausbrach. Aufgrund ihrer Hilfe wurde sie als "Prostituiere mit Herz aus Gold" bekannt. Trotz ihrer lebensrettenden Hilfe wurde sie nach ihrem Tod ausserhalb des Friedhofes begraben.


Nun machen wir hier am Green River für vier Tage Pause und geniessen die Abgeschiedenheit in der kargen Natur. Es gibt eine Menge zu entdecken und Jeff, ein pensionierter US-Marinesoldier, bringt uns mit seinem Allradfahrzeug tief in den Canyon. Am Ziel angekommen sehen wir jede Menge Petroglyphen, die teilweise vor 2000 Jahren in die Felsen geritzt wurden. Im nächsten Blog werde ich sicher noch detaillierter darüber berichten, so mit Bildern und so. Morgen geht es dann weiter zum Arch National Park.

Danke für Euer Interesse an meinem Geschreibsel. Es macht mir immer wieder Freude für euch über unser Abenteuer zu schreiben.

Zum Schluss noch einige Bilder und ganz liebe Grüsse von Adeline, Toby und mir.







Ok. Das wars.

Too many parks

Gut drei Wochen bleiben uns noch in den USA um Land und Leute zu bestaunen, dann ist unser 90-Tage-Aufenthalt in diesem vielfältigen Land ab...