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13 Juni, 2026

Matschige Sache


Country of Newell
Dinosaurier Provinz Park


In diesem Provinz Park in Alberta, wo schon im 19. Jahrhundert Ausgrabungen durchgeführt wurden, machten wir drei Tage Halt.

Lange Spaziergänge mit Toby durch die faszinierende Landschaft waren eine schöne Abwechslung. Weit weg vom Grossstadtlärm, wo wir hier wieder einmal die Stille hören konnten. Natürlich stand Strieli, unser Wohnmobil auf dem Campground dieses Parks und es hatte auch etwas Betrieb, doch die Saison hat erst gerade begonnen.
Das grosse Gedränge der Touristen an diesem Ort wird erst in ein paar Wochen stattfinden, und so hatten wir den Park fast für uns allein. Diese "Badlands" sind riesige, tiefe Narben in den, sonst von Landwirtschaft geprägten, unendlichen Weiten von Saskatchewan und Alberta. Auf diesen gewaltigen, nicht enden wollenden Ebenen, wo alle Strassen kilometerweit nur geradeaus gehen und nur von Norden nach Süden, oder von Westen nach Osten führen.

Die einzigen Erhebungen die man am Horizont sieht, sind die gewaltigen Getreidesilos, die wie Kathedralen an den endlos grossen Feldern stehen. Gleise der Canadian Pacific Railway führen zu den gigantischen Silos, wo teilweise schon unendlich lange Kompositionen von Getreidewagen bereitstehen für die nächste Ernte.

Ooooh... vor lauter Begeisterung über die gewaltige Natur, die wir mit unserem Gefährt durqueren, habe ich den Boiler in unserem Wohnmobil doch fast vergessen. Genau... der Boiler der nicht mehr ganz dicht war. Nach unzähligen Stopps bei allen möglichen Baumärkten wie Canadian Tire, Rona oder Home Depot, die uns nicht wirklich weiter-
helfen konnten, suchten wir mehrere "Boilers, Plumbings and Heatings" Betriebe auf. Endlich, nach gut drei Tagen suchen... wurden wir fündig... "Kevin Engle" aus Moose Jaw schweisste das defekte Teil wieder zusammen, ein echter Fachmann auf seinem Gebiet. Nach einem Telefonanruf durften wir samt Boiler in seine kleine Werkstatt. Als erstes nahm Kevin ein kleines Magnetstück aus seiner Hosentasche und hielt es an die Boilerpfanne (das ist das Teil wo das Wasser erhitzt wird) und sagte: "Chromstahl - O.K. - Morgen könnt ihr den Boiler wieder abholen." Wir glaubten es kaum, nach so langer und komplizierter Suche für eine Reparatur, ging das jetzt aber schnell. Herzlichen Dank Kevin Engle, wir haben wieder heisses Wasser.

Schlammassel

Es war mal wieder so weit. Toby machte sich während der Fahrt bemerkbar, dass er jetzt aber ganz dringend mal raus müsste. Also mal schnell in eine Seitenstrasse abbiegen und unserem Hund den nötigen Auslauf geben. Man würde denken, dass dies in diesen riesigen Ebenen keine grosse Sache ist. Leider sind so gut wie alle Seitenstrassen und Feldwege die in Frage kämen, mit Gittertoren versperrt oder mit Schildern als Privatbesitz gekennzeichnet. Toby's Gedanken:... "Wieso dauert das denn so lange bis ich mal raus kann? Ich kacke euch gleich ins Wohnmobil rein, wenn nicht bald an gehalten wird!" Endlich haben wir einen geeigneten Ort gefunden, eine kleine kleine Naturstrasse führte zu einer Bootsanlegestelle bei einem See im Nirgendwo. "O.k. gleich kannst Du raus Toby." Und da freute sich einer aber mächtig als er merkte, dass wir langsamer werden und im Begriff waren gleich anzuhalten. Die Freude unsererseits verschwand aber schnell wieder als wir 

merkten, dass Strieli auf dem zu nassen Feldweg mit allen vier Rädern im Schlamm absoff. Natürlich! Es hatte in den letzten Tagen in diesem Gebiet heftig geregnet und mit weiser Voraussicht hätten wir es ahnen müssen! Der einzige der jetzt noch Freude hatte war natürlich: Toby!
Hier nützen unsere Sandbleche nicht viel, hier muss uns jemand mit einer Seilwinde rausziehen.
Nach dem Anruf, den Adeline bei einem Abschleppdienst "in der Nähe" gemacht hat, stand nach 45 Minuten ein Truck mit Seilwinde für unsere Rettung bereit. In der Zwischenzeit hatte Toby seinen Spieltrieb befriedigt und seine sonstigen Geschäfte erledigt. Strieli war völlig verdreckt, es war ein elendes Bild das er abgab.



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Mittlerweile haben wir Calgary, unsere erste wirkliche Grossstadt von Kanada, erreicht. Vom Nose Hill Park aus bewundern wir die Skyline, leider müssen wir dieses Schauspiel bei schlechtem Wetter geniessen. Ein Highlight hier war der Besuch in der "Edelweiss" Bäckerei. Der Grund für unseren Besuch an diesem Ort war: "Brot"! Denn das hiesige Gebäck ist vorwiegend schwammig und wenn du Butter darauf streichen willst, zerfällt es in seine Einzelteile.
Also sagen wir es mal so: Heimweh habe ich nur beim Essen. Natürlich können wir in allen Ländern die wir bis jetzt bereist haben, alles kaufen was wir brauchen und gerne haben. Ich glaube jeder kennt das. Es gibt eben Sachen aus deiner Kindheit, die Du nicht missen möchtest. Hier bei "Edelweiss" konnten wir ein Bauernbrot (das am Regal auch so angeschrieben war) ergattern, Laugenbrötchen, sowie unser geliebtes "Aromat" und noch einen gut geräucherten Speck kaufen, ach ja und noch Raclettekäse der zu diesem kühlen Wetter wunderbar passt.
Irgendwann ist dieser Vorrat natürlich aufgebraucht und es wird wieder einheimische Kost konsumiert, aber diese kulinarische Freude wollten wir uns gönnen.
Ach ja, das Wetter... feucht, kalt und regnerisch. Seit wir Marokko verlassen haben, haben wir eher kühle und nasse Tage erlebt, der Sonnenstoren dient vorwiegend als Regendach. Das ganze Prozedere mit nackt ums Feuer hüpfen hat auch nichts gebracht. Nun ja... ist halt so und irgendwann wird es sicher besser. Ok, wir geniessen unser Bauernbrot, den Räucherspeck und das Raclette und nehmen alles so wie es eben ist, und natürlich das Aromat auf den Frühstückseiern. 

Nose Hill Calgary

Grass Land Nationalpark in Saskatchewan


 Dinosaurier Visitor Center bei Drumheller (Alberta)

Fort Walsh, auch in Saskatchewan



Die Geisterstadt Rowley"Wood"





Starland County (Alberta) mit dem coolen 80-jährigen Ranger "Remy"


Trotz dem miesen Sch.......swetter geniessen wir unsere tollen Erlebnisse in dem überwältig grossen Kanada.
Ich hoffe diese Story war nicht zu langweilig und hat Euch alle etwas erheitert und in Fernweh schwelgen lassen.
Bis bald und alles Liebe von uns Dreien.


24 Mai, 2026

Westwärts


⛄Kalt erwischt⛄

Toby's Frust


Es war der 16. Mai, als wir in Fort Frances das Motel "The Bayview" um 3:00 PM bezogen. Mit gutem zureden und viel Geduld schafften wir es, Toby in das Motelzimmer, vor allem raus aus dem Wohnmobil, zu bringen. Dies tat unser Fellknäuel natürlich nur mit Widerwillen und unter Protest. Er verlässt sein kleines Zuhause, das sich hauptsächlich unter dem Tisch im Wohnmobil befindet und ihm alles vertraut ist, nur ungern. Es beruhigt in auch in keinster Weise, wenn wir sein bequemes und versifftes Bettchen mitnehmen. Natürlich machen wir uns ein schlechtes Gewissen, was wir unserem Raubtier da wieder

antun. Aber am zweiten Tag in dem ungeliebten Motelzimmer kommt seine Lebensfreude zurück. Er frisst und spielt wieder, kackt grosse Haufen und pinkelt jeden Baum an. Es ist Wahnsinnig, wie Toby sich auf unserer Reise immer wieder in neue Situationen begibt, und das waren in den letzten 14 Monaten doch einige. Er ist ein Prachtskerl von einem Hund.
37 Jahre alt

Natürlich sind wir nicht ohne Grund im Bayview Motel abgestiegen, Reparaturen an Strieli's Innereien stehen wieder einmal an. Zu viele Reparaturen für mein Geschmack, aber das Teil hat nun schon 37 Jahre auf seinen Federbeinen und wird auch nicht jünger.
Am 27. April durften wir Strieli im Hafen von Halifax, nach unendlichen Speditions- und Zollformalitäten, endlich abholen. Im Hafen gab es noch eine Fahrzeugkontrolle mit einer Speditionsperson um sicherzustellen, dass auch wirklich alles am Fahrzeug in Ordnung ist.
Na ja, von weitem sah alles perfekt aus, doch beim näher-kommen entdeckten wir das Desaster, das man Strieli angetan hatte. Das rechte Heckteil war völlig zertrümmert und die Halterung der Stossstange in den Küchenbereich gedrückt. "Was für ein bescheuertes Sackgesicht, das in der Schule nur Klatschen und Hüpfen auf seinem Stundenplan hatte, ist so mit Strieli umgegangen!" Wehe dem,,, wenn ich rausfinde wer es war, werde ich ihn bis ans Ende der Welt verfolgen und ihn dafür büssen und leiden lassen. Das sieht nach viel Arbeit aus und in Kanada diesselben 
Rücklichter zu finden ist kaum möglich. Adeline bemerkte bei der weiteren Fahrzeugkontrolle, dass der Werkzeugkoffer weg ist... "MEIN WERKZEUGKOFFER" Was für eine Riesensauerei! Das defekte Heck kann ich sicher mit etwas Aufwand reparieren. Aber auf diesem Kontinent denselben Werkzeugkoffer zu finden wird ein Problem. Ich brauche für Strieli "metrisches" Werkzeug und hier arbeiten sie vorwiegend mit "Inch". Die Miese diebische Ratte ging sicher in dieselbe Schule wie das andere Sackgesicht. Da ist nichts mit Vergebung! Dem wünsche ich einen Monster-Bandwurm im Arsch, der ihn von innen ganz langsam auffrisst.
Mittlerweile haben wir uns wieder etwas beruhigt und auch schon eine Lösung für die Reparatur am Heck gefunden. Die Lösung heisst "Kläri" und lebt in Grand-Saint-Esprit in der Provinz Quebec. Ich glaube, es ist eine Tante von Adeline, die vor vielen Jahren von der Schweiz nach Kanada auswanderte. Also machten wir uns auf dem schnellsten Weg von Halifax zu Kläri. Quer durch Novascotia, New Brunswick und dann Richtung Sankt-Lorenz-Strom. Die Strassen dorthin führten uns durch malerische Landschaften von Kanada und wir bekamen die ersten Eindrücke, was uns dieses riesige Land alles bieten wird. Herzlichen Dank Kläri, dass Du uns dein Zuhause für die Reparatur zur Verfügung gestellt hast. Das Kennenlernen deiner liebenswürdigen Familie war ein cooles Erlebnis, was wir sicher nicht vergessen werden.

1. Reparatur


Weiterfahrt...
Es konnte weiter gehen in Richtung Westküste, da liegen aber noch etliche Kilometer und faszinierende Landschaften vor uns, bis wir den Pazifischen Ozean sehen. Bei der Abfahrt von Grand-Saint-Esprit war das Wetter noch etwas kühl, aber die warme Jahreszeit sollte ja bald kommen. Wir freuten uns auf  die Natur, die jetzt,wo der Sommer in Kanada einzieht,
aufblüht und voller Leben ist. So führte uns der Weg zu den Kakabeka Falls, westlich von Thunder Bay und da konnten wir das warme Wetter und die tolle Landschaft geniessen... endlich!
Der Park mit Campground liegt in der Provinz Ontario und ist auf alle Fälle einen Besuch wert. Die grosszügig angelegten Stellplätze für Camper liegen mitten in den Wäldern, jeder hat eine eigene Feuerstelle und Tische mit Bänken. Das Feuerholz darf man nicht aus dem Wald nehmen, aber die Parkaufsicht verkauft einem gerne ihre überteuerten Holzbündel direkt beim Eingang des Kakabeka Fall Park. Auf dem Weg zu diesem schönen Ort zeigte Kanada uns,
wie hier der der Winter aussieht. Ausgiebige Schneefälle begleiteten uns von Quebec bis Ontario. Natürlich mussten wir nicht die Eiseskälte die hier im tiefsten Winter herrscht ertragen. Unserem Fellknäuel Toby machen die kalten Temperaturen sogar noch Spass und er vergnügt sich auf dem noch halb zugefrorenen See. Je weiter wir nach Westen fahren, umso besser wird das Wetter. So kann es weiter gehen. Die Dieselpreise fallen wieder, alle Parks sind seit dem 15. Mai wieder geöffnet und bei Strieli läuft alles Bestens. Aber alles hat mal ein Ende, auch die Lebensdauer der Sicherheitsventile die den Druck beim Boiler regulieren. Das warme Wasser trieft unter dem Wohnmobil nur so raus und das ist nicht gut! Ohjeohje... mal schauen ob man das flicken kann?
2. Reparatur



Beim Ausbau der Sicherheitsventile, wo die Verschraubungen nach 37 Jahren kaum mehr zu lösen waren, demolierte ich auch noch die Wasserzuleitung zum Boiler. Das ist jetzt aber ein grösseres Problem. Ihr könnt euch kaum vorstellen wie ich da geflucht habe. Dies musste jetzt wirklich nicht auch noch sein, so ein verfluchter Mist nochmal... Sche......seee.!
Also, ich möchte da nicht wirklich ins Detail gehen, aber mit dem Ausbau, Kleben und Einbau war ich eine ganze Zeit lang beschäftigt. Das ganze Spiel machte ich drei mal und es ist immer noch nicht dicht. Der einzige Epoxyharz der vielversprechend war und auch alles super abgedichtet hat, ertrug die Boilertemperatur nicht. Nun heisst es mit kaltem Wasser waschen und einen Spezialisten suchen der das ganze Zeug hartlöten kann, oder einen neuen Boiler organisieren. Ihr werdet es erfahren wenn wir eine Lösung gefunden haben.

Wir lassen unsere gute Laune nicht verderben!

Trotz den kleinen und grossen Problemen die uns auf unserer abenteuerlichen Reise begleiten, geniessen wir jeden Tag. Egal wo wir sind, es passiert immer etwas Aufregendes das wir erleben dürfen. Auch wenn was kaputt geht, bringt es doch auch immer wieder neue Bekanntschaften, und wenn es nur der Verkäufer im Canadian Tire ist. Alle sind hilfsbereit und überhäufen uns mit gutgemeinten Typs. Für jedes Problem gibt es eine Lösung und wie meine Schwiegermutter "Vreni" sagt: wäre die Reise ohne Probleme, wäre es kein Abenteuer. Recht hat sie...
Im Moment stehen wir am Lake Manitoba, schon fast in der Mitte von Kanada. Kurze Hosen sind jetzt angesagt, denn es wird endlich wärmer. Morgen geht es in Richtung Regina, eine Ortschaft die eine Truma (Boiler) Vertretung hat, die uns vielleicht weiterhelfen kann. Wenn irgendjemand einen guten Tip hat, lass es hören, denn ich bin für jede Hilfe dankbar.

So... ich glaube das war es für den Moment, es gäbe sicherlich noch mehr zu erzählen, aber irgendwann ist Schluss. Wir grüssen Euch alle, wo immer Ihr auch seid.
Adeline... Roland und natürlich Toby... Bis bald.

26 April, 2026

Langes warten auf Strieli

Strieli's Verschiffung

Wie im letzten Blog erwähnt, mussten wir Strieli am 8. April im Hafen von Liverpool abgeben. Mit den Frachtdokumenten fährt man erst einmal am Haupteingang zum Pförtner/Sicherheitsbeamter/Zöllner. Irgendein Mensch mit Leuchtgilet, grauem Bart und dickem Bauch, wollte das innere von Strieli in Augenschein nehmen. Er, der Dicke, stand nicht mal richtig im Türrahmen, warf einen hastigen Blick ins Innere und das wars. Mit seinem Liverpooler Slang (ein, not to understanding Nuscheln) gab er uns zu verstehen, dass wir zur nächsten Station fahren können. In einem Bürocontainer konnten wir dann unsere

Frachtpapiere abgeben.
"Jetzt kommt dann sicher die grosse Kontrolle. Da wird dann in jeden Schrank und jedes Kästchen geschaut, dass wir auch ja nichts Unrechtmässiges im Fahrzeug haben. Hoffentlich haben wir im Strieli nichts vergessen, das verboten ist."
Die Frachtpapiere wurden von der netten Hafentante genau überprüft und abgestempelt, und das einzige was sie uns fragte war: "Haben Sie irgendwelche Flüssigkeiten im Fahrzeug?" Bis auf den Diesel konnten wir das verneinen. "Und Gas?" "Haben wir auch nicht!" "Ok!" Nun dürfen wir auf einen grosses Parkfeld fahren, wo wir Strieli abgeben müssen. Ein liebenswürdiger Mann mit Leuchtjacke und Helm, wies uns ein. "Legt den Autoschlüssel einfach auf den Fahrersitz. Ich bringe Euch mit dem Auto zur Hafeneinfahrt zurück." Dachte schon, wir müssen den ganzen langen Weg durch das riesige Hafengelände zu Fuss zurücklaufen.
Nun standen wir vor dem Liverpooler Hafen, ohne Strieli. Ein sehr unangenehmes Gefühl schlich durch unsere Glieder!
Ganz in der Nähe
 (ein Fussmarsch von 2,5 Km, an einer lärmigen und viel befahrenen Strasse entlang) war die Autovermietung, wo wir ein Fahrzeug abholen und uns auf den Weg zu unserem AirBnB machen konnten nach Heswall. Ein wirklich schöner Ort an einem grossen, naturbelassenen Park am Meeresarm südlich von Liverpool. In der Zwischenzeit haben wir
erfahren, dass unser Schiff, die Atlantic Sun, einige Tage Verspätung haben wird. Es konnte in Antwerpen wegen eines Schweizer Schiffes, welches beim betanken leckte, (Nein, nicht an einem lauwarmen Bonbon, das ein Hafenarbeiter aus den tiefen seiner Hosentasche geholt hatte. Nein, Treibstoff lief aus.) nicht aus dem Hafen fahren, bis die Sauerei 
aus dem Wasser war. Also werden wir in Halifax wohl etwas länger auf die Ankunft von Strieli warten müssen. Da ist Geduld angesagt und durch die Verzögerung können wir uns in Kanada schon mal an die Leute und ihre Gebräuche gewöhnen.

Toby's Zollabfertigung

Nach einem ruhigen Flug von Liverpool nach Halifax, welcher 6 1/2 Stunden dauerte, sind wir in Kanada gestrandet. Was war das doch für eine Aufregung am Londoner Heathrow Flughafen, als wir Toby einchecken wollten. Das macht man am selben Ort wo die Koffer abgegeben werden, also beim Check-In. Die nette, zierliche Canada-Air-Lines-Check-In-Dame wollte natürlich alles genau wissen. Kann Toby sich in der Hundebox frei bewegen? Aufstehen und sich drehen? Hat er das richtige Wasserversorgungsgefäss (Fressnapf) in der Box? Sie war sich nicht wirklich sicher, ob alles Ok war und kontaktierte über ein Funkgerät einen Kollegen, der wohl mehr Erfahrung besass. Es kam ein ca. 45-jähriger Typ zu uns und wir durften noch mal dieselben Fragen beantworten, wie schon zuvor.

Doch jetzt musste Toby aus seiner sicheren Box raus, damit sie sich ein Bild von, was auch immer, machen konnten. So... und das war nur der Anfang des Prozederes! Mittlerweile stehen vier Canada-Air-Line Beamte um uns herum und fachsimpeln über Toby und seine Hundebox. Als erstes bemängelte der 45-jährige Typ, in seiner schönen Air-Canada-Uniform, dass die seitlichen Vergitterungen nur senkrechte und keine horizontalen Stahlstreben haben. Diese Öffnungen sind ca. 6 cm hoch und 30 cm breit. "Da kann Toby nicht rausspringen, wenn er es auch wollte. 
Die lassen uns nie und nimmer mit Toby in den Flieger!"
Mittlerweile sind 45 Minuten vergangen und wir sind noch keinen Schritt weiter. Eine weitere Person wird herbeigerufen um alles noch mal zu kontrollieren. Es ist eine 30-jährige Frau, die zuerst mal über Google nachschaut ob alles korrekt ist und den internationalen Vorschriften entspricht. Schlussendlich wurden die seitlichen Gitterstäbe noch mit Kabelbindern gesichert, so dass Toby (der in der Zwischenzeit mal seine Blase am Check-In-Schalter entleert hatte) sicher nicht abhauen kann. "Geschafft! Sie lassen uns mit Toby nach Kanada fliegen."
Aber zu früh gefreut. Jetzt kam auch noch der Zoll mit allen Kontrollen und Tests. Adeline musste nach dem Bodyscan und der Gepäckkontrolle mit zwei Beamten in einen separaten Raum um Toby auf Drogen zu untersuchen. Naja mit seinen langen Haaren sieht er schon ein bisschen wie ein Kiffer aus... Leider konnte ich nicht mit dabei sein, denn ich wurde auch gründlich auf verbotene Substanzen getestet, obwohl ich seriös aussehe und kurze Haare habe. Nach all diesen komplizierten Hürden mussten wir uns von unserem Fellknäuel trennen und er wurde von zwei Beamten abgeführt, direkt in den Animal Frachtraum, wo er gut betreut wurde. Kaum in Kanada angekommen, noch bevor das Gepäck auf das Förderband kam, wurde uns Toby in gutem Zustand wieder übergeben... ein toller Hund!

Hallo Kanada

In diesem AirBnB wohnen wir bis Strieli endlich in Halifax ankommen wird und wir ihn im Hafen abholen können. Die erste Nacht in Kanada verbrachten wir im Airport Hotel Halifax, keine 10 Min. vom Flughafen entfernt. Es ist schon ein wenig in die Jahre gekommen, aber wir drei konnten uns nach den vergangenen Strapazen ausruhen und ganz langsam in unserer neuen Welt ankommen. Am nächsten Tag machten wir uns auf den Weg zu Tammy, die Vermieterin des AirBnB's das in Fall River an der Fall River Road am Kinsac Lake liegt. Der erste Eindruck als wir die Auffahrt zum Haus fuhren, war echt etwas verstörend. Grosse, durchsichtige Müllsäcke, gefüllt mit leeren Petflaschen und Bierdosen lagen auf dem Parkplatz, daneben eine alte Matratze, defekte Klimageräte und einiges mehr. Eigentlich wollten wir sofort wieder wenden um etwas anderes zu organisieren. So sah es auf den Fotos von AirBnB nicht aus! Ein Mann trat aus dem Haus, er war sehr dürr und ca. 60 Jahre alt, oder auch älter. Oder war es eine Mumie die uns da angesprochen hat? Graue, lange Haare bedeckten sein schmales, runzliges Gesicht. Ein "Hello" hauchte es aus seinem schmalen Mund und ein leichter Hanfgeruch drang zu uns durch. "Ohje ohje... du heiliger Bimbam, wo sind wir da auch nur gelandet...?" Mit Widerwillen folgten wir der dürren Gestalt in den unteren Bereich des Hauses, wo sich unsere Wohnung befindet. Jedoch ist unser momentanes Zuhause
ganz in Ordnung, wenn man keine zu grossen Anforderungen stellt. In der Zwischenzeit und bis es soweit ist, dass wir unseren Strieli endlich abholen können, unternehmen wir Ausflüge in der Umgebung. "Peggy's Cove" im Süden von Halifax ist ein Besuch wert, eigentlich nur ein Leuchtturm an einer steinigen Küste. Obwohl das Wetter immer noch winterlich ist und stets ein kalter Wind über Nova Scotia bläst, sind wir fasziniert von der rauen Schönheit die uns geboten wird. Peggy's Cove hat aber auch eine traurige Geschichte zu erzählen. Am 2.9.1998 fanden die Ferienträume von 229 Menschen ein jähes Ende, Swissair 111 erreichte den Flughafen Halifax nicht mehr, ob wohl er so nahe war, "traurig".
Ich glaube ich muss langsam Schluss machen, dieser Bericht ist jetzt schon viel zu lang und ich möchte Euch wirklich nicht langweilen. Drei, vier Sätze will ich doch noch schreiben!
Mittlerweile ist es Samstagabend, der 25. April und eigentlich sollten wir gestern unser Wohnmobil im Hafen von Halifax abholen. Jedoch wie gesagt, das Schiff hatte Verspätung. So besuchten wir noch das Steele & Wheels Museum um unsere Wartezeit zu überbrücken.
In der Zwischenzeit bekamen wir eine Email des Spediteurs, dass das Schiff nun endlich im Zielhafen angekommen ist und wir Strieli am Montagmorgen, den 27. April abholen können. Vor lauter Freude jauchzte mein Po in voller Lautstärke ein Halleluja beim pupsen. Was für eine Freude, die endlose Warterei hat ein Ende. Der Weg zum Wohnmobil führt über den Spediteur, dann mit dessen Unterlagen zum Zoll, und dann mit deren Papieren zum Hafen, und dann bekommen wir unser Home of Wheels nach gut 3 Wochen zurück. So... und dann beginnt eine neue Etappe auf unserer Reise.

Ok... Jetzt bin ich aber fertig mit diesem Blog. Obwohl, ich könnte noch einiges mehr schreiben, aber irgendwann ist Schluss.

Hey Leute, wir grüssen Euch von ganzem Herzen und denken oft an Euch.

P.S. Wenn ihr mögt, verfolgt unsere Reiseroute auch auf der Weltkarte: Adeline und Roland Weidmann (strielis) | Polarsteps













05 April, 2026

Endspurt

Briten - Schotten - Highlander

Vor Tausenden von Jahren machten sich Menschen von Afrika aus auf, ihre Umgebung zu erkunden und nach enormen Strapazen und langen Fussmärschen landeten einige sogar in England. Ich denke, als diese Leute hier angekommen sind, dachten sie mit Wehmut an die warmen Tage und milden Nächte in Afrika zurück. Doch der Weg zurück war einfach zu lang und so blieben sie hier, auf diesem windigen, kühlen und meist regnerischen Stück Erde. Mittlerweile haben sie sich an das raue Klima, das hier herrscht gewöhnt. Denn wir sehen sie bei kühlen 5° mit kurzen Hosen und T-Shirt spazieren und joggen, und ihre bleichen Beine sind durch die Kälte zündrot. Eines ist sicher bei diesem Volk, sie sind hart im Nehmen, aber auch genau so hilfsbereit und freundlich.
Ok... es ist ein faszinierendes Land und wir sind begeistert von der Vielfalt. Trotzdem... es dürfte schon ein bisschen wärmer sein und vielleicht etwas weniger windig und etwas weniger Regen wäre auch nicht schlecht.
Im Moment stehen wir auf dem Penisar Mynydd Caravan Park, 35 Meilen südlich von Liverpool und bereiten unser Wohnmobil auf die Überfahrt nach Kanada vor. Keine Lebensmittel, keinerlei Flüssigkeiten, Gewürze sind auch nicht erlaubt und auch keine Akku's dürfen im Fahrzeug sein (ausgenommen Bordbatterien). Gasflaschen dürfen auch nicht mit an Bord, ausser es sind fest verbaute Gastanks die vor dem Verladen ausgespült werden. Also es gibt allerhand zu tun bevor wir Strieli im Hafen von Liverpool abgeben können.

Steinschlag in den Highlands
Der Strassenbelag im Norden der Highlands ist genau so rau wie das Wetter, das wir erleben und gemütliches fahren ist sicher von Vorteil. Entgegenkommende Lorries (britisch Englisches Wort für LKW) und jede Menge Schlaglöcher, zwingen einem geradezu langsam und vorsichtig zu fahren. Wir möchten jegliche Schäden an unserem Strieli vermeiden. Bis anhin hatten wir ja auch Glück was Unfälle betrifft. Naja, nur einer der rückwärts in unser Heck gefahren ist. Aber mit der massiven Anhängerkupplung, die uns die Carrosserie Hänni vor gut 20 Jahren montiert hat, trug der Verursacher des Aufpralls den grössten Schaden davon. Das war aber noch in Italien und der kleine verdutzte Italiener war froh, dass er keinen Schaden an Strieli hinterliess.
Wir wussten, dass irgendwann mal was passieren kann...
Ein lauter Knall holte uns aus den Träumen von Rob Roy und Robin Hood. Der Knall ging uns durch alle Knochen und lies uns erschauern. Was zum Teufel war das? Und noch ein Zzzzschwupps, und wir sahen das Desaster. Ein Stein... ein grosser Stein... ja ich möchte sogar sagen: ein gewaltiger Stein, schlug rücksichtslos in Strielis Frontscheibe... Auuuuutsch...! Und der Riss wurde immer grösser.
Das ist jetzt aber gar nicht gut, echt jetzt, das muss wirklich nicht sein! So kurz vor dem Verschiffen nach Kanada können wir das jetzt wirklich nicht gebrauchen. Scheibenersatz muss da schnellstens her.
Was sind wir doch für Glückspilze, nach zwei Versuchen, eine Werkstatt zu finden wurden wir bei der Dritten fündig und wurden kurzfristig bedient.
Es ist Samstag 16:29 Uhr und ich lege mal eine Schreibpause ein, Morgen ist auch noch Zeit um weiter zu machen. Wir stehen immer noch auf dem Campingplatz Penisar Mynyddn und das Wetter spielt völlig verrückt. Regen, Sonne und Wind wechseln sich gegenseitig ab. Der Himmel verdunkelt sich immer mehr und im Westen leuchtet ein heimtückisches Abendrot als Warnzeichen für den kommenden Sturm. Rund um uns bauen Briten hastig ihre Zelte auf. Was bei dem starken Wind, der mittlerweile herrscht, nur mit vereinten Kräften gelingt. Wir helfen ein verwehtes, aufblasbares Chalet, welches unser Platznachbar aufstellen will, von der 10 Meter entfernten Hecke zurück auf seinen Platz zu bringen. In dieser Nacht fegte der Wind mit 48 Km/h über den Platz und so manches Zelt verkraftete die heftigen Windböen nicht wirklich. Geduldig warteten wir auf das Nachlassen des Sturmes. Um 23:15 Uhr war es endlich so ruhig, dass wir uns ins Bett legen konnten.
Ok... es ist jetzt Ostersonntag, wir haben den Rest der Nacht gut überstanden und sind bereit zum Eier suchen und ich an meinem Text weiter zu machen.

Windscreen/ Windschutzscheibe... 
da bin ich gestern eigentlich stehen geblieben mit meinem Text...
Habe ja geschrieben, dass die dritte Werkstatt uns kurzfristig helfen konnte. Dies war aber erst nach gut einer Woche seit dem Einschlag. In Glasgow starteten wir den ersten Versuch bei einer Werkstatt mit dem vielversprechenden Namen Onlyfiat. Nach zwei Tagen Wartezeit wurde uns 
mitgeteilt: nicht lieferbar. Das war jetzt doch etwas ungünstig, denn in Kanada werden wir wohl eher kein solches Exemplar bekommen und es geht keine zwei Wochen mehr bis Strieli abgegeben werden muss. Bei der nächsten Firma hätten sie schon können, aber erst am 28.April, Terminkalender zu voll! Ok... weiter suchen, und siehe da, Wunder brauchen immer etwas länger, können wir nach einem Anruf bei einem Spezialisten in Carlisle antraben. Wir stehen immer noch in Glasgow und jetzt heisst es, Gas geben nach Carlisle, Denn das liegt 97 Miles von Glasgow entfernt. Es war schon Freitagmittag, und so rasten wir zu Van Glass an der 1 Blackdyke Rd in Carisle. Mann, waren das coole Boys! Keine halbe Stunde und die war Scheibe bestellt, und wir bekamen einen Termin auf den nächsten Dienstag, 12:00 Uhr. Es verging an diesem Tag keine halbe Stunde und das neue Teil war drin.
(Die Bilder oben rechts zeigen ein Schiffshebewerk in Falkirk mit Stellplatz für Wohnmobile, das wir besuchten und am Morgen im Falkirk Wheel Restaurant ein deftiges, schottisches Brechfest genossen.Es besteht aus: 
Spiegeleiern
Speck (Bacon)
Würstchen (Sausages)
Blutwurst (Black Pudding)
Haggis (gefüllter Schafsmagen)
Kartoffelpuffer (Tattie Scones)
gebackenen Bohnen                          
gebratene Pilze
gebratene Tomaten
serviert mit Toast
und dazu einen Kaffee, der genau so dünn ist wie ein Early Grey.)
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So, das war es in etwa was ich Euch mitteilen wollte. Na ja eben, wir sind im Endspurt für das nächste Abenteuer. Am 8. April bringen wir Strieli in den Hafen von Liverpool und am 13. April gibt es noch einen Termin beim Tierarzt für Toby und am 15. April fliegen wir von London nach Halifax, Kanada. Ihr werdet wohl erst wieder aus Kanada von uns hören, aber es werden sicher ereignisreiche Zeiten dazwischen liegen über die ich Euch  schreiben kann. Wir sind unendlich dankbar für das Glück, das wir erleben dürfen und es freut uns, es mit Euch allen zu teilen.                          


  


20 März, 2026

Nichts besonderes

Schwupps und schon wieder sind wir ausserhalb von Europa...                       Hier trägt man am am 17. März grüne Unterwäsche oder auch andere Kleidungsstücke, Hauptsache sie sind in einem satten Grün. Der St. Patrick's Day wird auf der ganzen Welt von irisch stämmigen Menschen gefeiert. Es gibt Ortschaften mit den Namen Bosten, Lincoln, Bedford (auch eine Automarke) und natürlich London. Nun, wie Ihr gemerkt habt sind wir im Vereinigten Königreich. Toby, unser treuer Hund ist der Grund wieso es so
schnell nach England ging. Der in der Schweiz gemachte Gesundheitsnachweis, so mit allen möglichen Impfungen, Entwurmung und all dem Zeug, ist nur fünf Tage gültig. Na ja, jetzt sind wir hier und geniessen das britische Wetter. Warm anziehen wird empfohlen. Die raue, englische Freundlichkeit der Leute erwärmt einem zumindest das Gemüt. Der Linksverkehr ist schon etwas gewöhnungsbedürftig, aber es ist nach einer kurzen Zeit relativ einfach. Im Kreisverkehr muss man einfach nach rechts schauen und links in den Kreisel fahren. Bei nicht einhalten der richtigen Fahrspur machen die Briten dich mit Gehorne und Geblinke schon darauf aufmerksam, dass du "Europäer" auf der falschen Seite fährst. 
In den kleinen Dörfern und auf dem Land sind die Strassen wirklich sehr eng und mit dem Lenkrad auf der linken Seite gibt es schon brenzlige Situationen. Aber wie gesagt, es ist reine Gewöhnungssache. Und wenn die Briten das können, können wir das natürlich auch! Von Calais (F) ging es durch den Eurotunnel (Le Shuttle) unter dem Ärmelkanal durch nach Folkestone. Bei dieser Überfahrt, sorry nicht Überfahrt, es geht ja unten durch, konnten wir mit Toby im Wohnmobil bleiben und nach 35 Minuten Fahrt kamen wir auch schon in England an. Bei der Unterfahrt (nicht Überfahrt) genoss ich schon mal den ersten Malt Whisky, so zum eingewöhnen.
Der kürzeste Weg von der Schweiz nach Calais führte uns über Deutschland, Frankreich, Belgien und wieder nach Frankreich. Leider hatten wir nicht die Zeit, um uns länger in diesen Ländern aufzuhalten. Stopps machten wir lediglich zum Tanken oder Einkaufen und natürlich für Übernachtungen. Es war eher eine unspektakuläre Fahrt von der Schweiz nach England und ich kann leider über keine grossen Ereignisse schreiben. Na ja, das einzige kleine Desaster das uns widerfahren ist...: das Turborohr des Motors hat sich gelöst... nichts besonderes. Der Motor dröhnt einfach etwas lauter und die Leistung lässt nach. Ein kurzer Boxenstopp und das Problemchen war behoben. Eben wie gesagt, keine besonderen Ereignisse. Ich hoffe, es wird für Euch nicht zu langweilig und in solchen Zeiten ist es schwer, Euch irgend eine interessante Geschichte zu schreiben. 
Bei dem nasskalten Wetter das teilweise in England herrscht, geniessen wir geschmolzenen Käse mit Kartoffeln (Raclette) und denken an unseren letzten Abschied in Maschwanden zurück. Es war schön, unsere Freunde noch einmal zu treffen bevor unsere Reise in ein neues Abenteuer steuert. Einige fragen sich vielleicht, wie man in dieser Jahreszeit nach England gehen kann? Berechtigte Frage. Wir müssen! Am 8.April wird Strieli in Liverpool auf ein RoRo- Schiff gebracht mit dem Ziel: Halifax (CA). Meine Fresse, ist das geil! Ein ganzer Kontinent den wir bereisen können. Von Kanada bis Mexiko und noch weiter. Die Party im Wolserholz mit unseren liebgewonnen Mitmenschen war einfach nur schön, und wir möchten uns bei Euch allen für euer erscheinen und die Geschenke bedanken... Es machte unsere Abreise nicht unbedingt leichter... so wegen den Gefühlen und so. Vielleicht gibt es noch einige Anekd(t)oten (hat nichts mit Verstorbenen zu tun) über unseren Aufenthalt in England. Wer weiss schon, was noch alles passiert. Der Transfer nach Kanada wird aber sicher eine Geschichte wert sein. Im Moment stehen wir am Fontburn Reservoir, ein Stausee 27 Meilen nördlich von Newcastle. Hier bleiben wir sicher für zwei Tage und Adeline bemüht sich in dieser Zeit um einen 
Tierarzt, der Toby für den Flug mit der Canada Air dokumentenmässig ausstattet. Für eine bessere Halterung des Reserverades, das sich im Motorraum befindet und stetig auf das Turborohr drückte, kümmere ich mich. Die Sandblechhalterungen am Heck mussten auch noch verstärkt werden. Es scheint so, dass uns der ganze Aufwand mit all seinen verbundenen Arbeiten, immer noch grossen Spass macht.
Nach der ganzen Arbeit unternehmen wir einen Spaziergang um den schönen See, das tut Toby sicher auch gut, genau so wie uns. In den letzten Wochen sind wir doch hauptsächlich damit beschäftigt gewesen, Strecke zu machen um nach England zu kommen. Naja, Reisen ist ab und an doch etwas anstrengend, da kommt uns ein erholsamer Spaziergang gerade gelegen. Leider haben wir uns in der Zeit etwas verschätzt, so dass wir gut und gern 2 - 2,1/2 Stunden durch unwegsame Natur stapften bis wir endlich wieder bei unserem Wohnmobil ankamen. Für Toby war es natürlich der doppelte Weg, denn er muss natürlich immer weit voraus springen und dann wieder zu uns zurück und wieder weit voraus...etc...etc... In dieser Nacht hat er gut geschlafen, genau so wie wir, nach einem so ausgefüllten Arbeitstag.
Mittlerweile sind wir in Schottland angekommen und ganz besonders ich freue mich auf diese Gegend!
Malt Whisky wird hier in höchster Qualität produziert und ich fühle mich wie im Himmel. Hier wollen wir noch etwas verweilen und dem coolen schottischen Slang lauschen, den River Spey entlangfahren und einige Destillerien besuchen. Danach müssen wir nach Liverpool um Strieli für die grosse Überfahrt vorzubereiten und alles was noch dazu gehört.

Noch einige Bilder von den Letzten Tagen....


Es waren wohl nicht die spektakulärsten Wochen auf unserer Reise. Ich hoffe trotzdem eine einigermassen lesbare Geschichte geschildert zu haben.
Bis bald und immer schön Brav sein.  

Matschige Sache

Country of Newell Dinosaurier Provinz Park In diesem Provinz Park in Alberta, wo schon im 19. Jahrhundert Ausgrabungen  durchgeführt wurden,...