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11 Juli, 2025

Karpaten -Bärenland


Vulcanii Noroiosi Pàclele Mari
und ein etwas spezieller Campingplatz

Ein bisschen der Wärme entfliehen Richtung Berge, mit Wehmut verlassen wir die Küste und das Donaudelta. So sind wir die letzten drei Monate doch stets an den Stränden von Südeuropa entlanggefahren, mit einigen abstechern ins jeweilige Innenland um was Interessantes anzuschauen. Doch jetzt ist es endgültig aus mit dem Meer und der Küste für die nächsten zwei bis drei Monate. Das finden vor allem meine alten Knochen schade. Das Klima im Mittelmeerraum, an den Stränden von Korsika, Sizilien, der Adria entlang bis hin zu den Peolonnes in Griechenland tut meinem alten Gerippe einfach gut. Nun, es zog uns in Richtung "Berca", nordwestlich des Donaudeltas. Auf den langen geraden Strassen die durch die hiesigen Landschaften führen, gibt es eigentlich Geschwindikeitsbeschränkungen,,,, Haaaa... das interessiert hier aber Niemanden. So sind wir schon in einige heikle Situationen geraten bei VOLLKRASSÜBERHOLMANÖVER von Einheimischen. Das macht das Fahren für uns beide wirklich sehr anstrengend.


Nun sind wir also beimplatz Muddy angekommen und ein schlitzohriger Typ begrüsste uns mit einem schelmischen Lachen. Mit seinen Französisch- und Englischkenntnissen konnten wir etwas Konversation mit ihm machen. So gab er uns den Tip, gleich die Schlammvulkane zu besichtigen und dann bei ihm im Restaurant einheimisches Essen geniessen. Das mit der Besichtigung machten wir nach dem Nachtessen, da es noch viel zu heiss für einen Aufstieg zu den Vulkanen war. Das mit dem einheimischen Essen wollten wir zuerst machen. Zusammen mit Barbara und Paul, ein Paar aus Deutschland das uns schon auf einem Campingplatz in Bulgarien begegnet ist, genossen wir die rumänische Küche. Es gab irgendein Schweinefleischeintopf mit gebratenem Mais und es war lecker. Danach, es war jetzt kühler, machten wir uns mit Toby auf den Weg zu den Vulkanfeldern und es hat sich gelohnt! Der Weg dahin führt über den naturbelassenen Campingplatz, mit künstlerischen, verspielten Dekorationen die auf dem ganzen Gelände verteilt sind.


(erinnerte mich an meine Pubertät)


Am nächsten Morgen besuchten wir noch ein zweites Vulkanfeld ganz in der Nähe. Plötzlich war ich an meinen letzten Arbeitzplatz erinnert. Da waren doch zwei Carladungen Kinder (Primarschüler) auf dem Areal verteilt und ich hatte das Gefühl es ist die grosse Pause. Aber gerne denke ich an die Maschwander Kinder die ich doch etwas vermisse
.




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BAILE SIRIU am Fluss Buyàu
An diesem schönen Ort verbrachten wir vom 3. - 4. Juli eine ruhige Nacht. Bis auf den kleinen Fluss hörte man nur Stille. Ein bisschen besorgt gingen wir trotzdem ins Bett. Am Nachmittag, als wir mit Toby am Buyàu rumplantschten, plötzlich auf beiden Handy's eine besorgniserregende Nachricht reinkam.
Die rumänischen Behörden warnten vor einem Bären, der sich im nahegelegenen Dorf aufhielt.
Personen sollen Zuhause bleiben und sich nicht draussen aufhalten. Das war jetzt doch ein bisschen Bööd. Wir standen mitten im Bärengebiet in der Wildnis und das besagte Dorf lag nur wenige Kilometer von unserem Platz entfernt. Mein Gedanke: ich markiere einfach das Gebiet im Umkreis von fünfhundert Meter um unser Wohnmobil, dann sollten wir sicher sein. 😂
Gerne wären wir noch eine Nacht länger geblieben, doch mit dem Gedanken das hinter mir ein hungriger Bär auftaucht, lies uns am nächsten Tag weiter ziehen.


 Eine Zeitlang hatte das Schicksal vier Aufpasser geschickt. So konnten wir beruhigt draussen vor dem Strieli sitzen und die Landschaft geniessen.


Es waren vier völlig unterschiedliche Hunde, die zu einem Schäfer gehörten. Ich glaube mal, dass sie gerade Pause hatten und sich frei bewegen durften. Zutraulich und freundlich kamen die Vier auf uns zu. Toby, der sonst eine grosse Schnauze hat, blieb im Wohnmobil und verhielt sich mucksmäuschenstill. Aufgefallen ist uns, dass es in Rumänien so gut wie keine verwahrloste streunende Hund gibt, wie es immer wieder pupliziert wird. Griechenland war in dieser Beziehung wirklich haarstreubend und dort haben wir Hundeelend gesehen. Nicht so in Rumänien.








Wie gesagt, mit den Vieren fühlten wir uns sicher vor Bärenattacken. Doch nach einiger Zeit hörten sie alle aufmerksam in die Lanschaft und machten sich auf den Weg, wohin wussten wir nicht.
"Die Sicherheit war plötzlich weg!"
Vielleicht hat der Bär ja schon einen Dorfbewoner gefressen und hat keine Lust mehr auf  Schweizerfleisch.
(Tschsch....Tschsch) Insiderwitz.
Als wir bereits im Wohnmobil sassen, kamen unsere vier Beschützer wieder vorbei. Aber dieses Mal waren sie am Arbeiten. Sie geleiteten eine riesige Schaf- und Ziegenherde den Fluss talabwärts entlang und sie hörten auf die sehr leisen Pfeifsignale des Schäfers.







Heaven Camping bei Rosenau in der Nähe von Brasov

Der Weg zu diesem Campingplatz führte uns durch ein schönes Tal, weiter in eine Ebene und schliesslich in den kleinen Ort Honigberg. Die Anfänge von Honigberg sind wohl zwischen 1211 und 1225 zu suchen, als der deutsche Orden das Burzenland als eigenes Territorium ausbaute und deutsche Siedler in neugegründete Orte brachte. Der Name Honigberg (was ja so gar nicht rumänisch klingt) wurde uns gesagt, kommt davon, weil die Sachsen Ihre Bienenvölker mit in diese Region brachten.



Es ist eine Kirchenburg mit massiven Mauern und sieben Wehrtürmen. Als Museum ist es nur schon deshalb empfehlenswert, weil Du dich darin frei bewegen kannst. Es hat fast keine Tuoristen und ist zum Glück auf Instagram und co. noch so nicht verbreitet. Das Personal vor Ort ist sehr liebenswert und S
sie sprechen mit einem sächsischen Dialekt...echt cool. 


Der Innenhof mit Wohn- und Werksgebäuden.




"Strieli muss draussen bleiben."




Wie Du bei diesem Idiotenfoto siehst, sind sie für Touristen vorbereitet.😖





Zusammenleben auf 12.3 m2

Wir haben zwar nur 12.3 m2 Wohnraum, dafür ist unser Garten enorm gross. Meistens reicht er über Flüsse und Berge hin bis zum Horizont und der Luxus kostet uns nichts. Auf so engem Raum (den Garten ausgeschlossen) muss die Partnerschaft und die Liebe schon einige Belastungen ertragen. Wo Roland einfach mal drauf-los-fahren möchte, hat Adeline lieber ein festes Ziel vor Augen. Da muss ein guter Mittelweg gefunden werden. Da sich jeder durchsetzen will, könnte das zu kleineren Reibereien führen. Aber meistens bleibt es bei kleinen Zickereien und wir lachen darüber. Wir haben eigentlich all unseren Besitz veräussert und leben nur mit dem was in unserem Wohnmobil Platz hat. Aber das Wichtigste was wir haben, das ist unser jeweiliger Partner. Wenn Ihr denkt das ich jetzt die Hosen runterlasse und Euch über irgendwelche Ehekrisen berichte...., Pech gehabt. Unsere Harmonie ist noch voll intakt. Toleranz und Verständnis für deinen Partner sind in einer Beziehung sowieso eine Voraussetzung für ein harmonisches Zusammenleben. Da wir beide das Reisen im Blut haben und gerne Neues endtecken, fällt es uns leicht auf so engem Raum zusammenzuleben. Sind schliesslich auch schon seit 23 Jahren verheiratet. Das härtet ab! Adeline wollte mich noch nie in einem Altersheim abgeben und ich habe sie noch nie auf einer Autobahnraststätte vergessen, Wir sind beide froh, dass wir uns haben und freuen uns auf gemeinsame Abenteuer und jeder darf mal zickig sein. Meine Frau muss jetzt natürlich 100% von meinen unsäglichen Witzen ertragen. Zuhause waren es vielleicht 30%, da wir beide ja den ganzen Tag arbeiteten. Also, den ganzen Quatsch den meine Arbeitskollegen ertragen mussten, das muss sie jetzt ganz alleine aushalten. 
*Und Roli muss mich 24 Stunden lang ungefiltert aushalten. Meine Allüren, meine Wechseljahrsymptomen und Yogabuddhaschlagmichtotweisheiten.* (Adeline's Originalworte) :-) 
Und da wir beide soooo alte Säcke sind, sind wir froh wenn das Eine das Andere über die Strasse hilft.
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Story Garden Corbi


Ein zweitägiger Halt bei Andrej, bevor wir die  Transfàgàràsan über die Karpaten in Angriff nahmen. Eine Passstrasse durch einen Nationalpark, in dem es nur so von Bären wimmelt. Hier wollen wir nicht wild campen. Kann man, muss man aber nicht.
Andrej ist ein herzensguter Mensch und führt seinen kleinen Campingplatz mit viel Liebe. Am ersten Abend brachte er uns als Willkommensgeste selbstgebrannten Pflaumenschnaps . Am nächsten Tag, als es am Mittag schon etwas wärmer wurde, stand Andrej mit Nussglaces vor unserem Wohnmobil. Aber das war noch nicht alles.... Da Strieli auf seinem linken Vorderlicht langsam blind wird, braucht er unbedingt neue Scheinwerferlampen. Mit Andej's Hilfe konnten wir sie am darauffolgenden Tag in einer Nahe gelegenen Garage abholen. Von so vielen Mensche wurden wir von diesen Ländern gewarnt, welche sie aber selbst nie bereist haben. Wir können ihnen nicht beipflichten. Du solltest doch erst über andere Menschen richten, wenn Du sie kennengelernt und mit ihnen gesprochen hast.

Auf diesem Campingplatz gab es liebenswürdige Hunde, die bei unserer Ankunft gleich Kontakt aufnahmen. Ein altes Weibchen, ein altes Männchen und einen kleinen, jungen Macho, der das Gefühl hatte, er sei der Grösste. Toby hatte sich einige Zeit gut geschlagen gegen das verschworene Hundeteam. Doch zwischendurch kam er unter die Räder, aber alles halb-so-wild. Wir genossen die friedliche Zeit bei Andrej in den Vorläufern der Karpaten. Lernten noch ein französisches Päärchen kennen, das seit sechzehn Monaten unterwegs ist und hatten tolle Gespräche mit ihnen. In den zwei Nächten die wir dort verbrachten, gab es heftige Gewitter und ein bisschen Sturm, aber Strieli blieb trocken... er ist DICHT!






Transfàgàràsan....Bärengebiet

Es ist schon fast ein muss über diesen 2024 Meter hohen Pass zu fahren, mit seinen spektakulären Serpentinen.
Leider hatten wir schlechtes Wetter, daher gibt es keine tollen Bilder von der faszinierenden Strecke. Am Anfang der Alpenstrasse wird ausdrücklich davor gewarnt, dass Du jetzt im Bärengebiet bist und es unterlassen sollst die Tiere zu füttern. Eigenartigerweise lungern die Bären auf der Strasse rum und schauen bettelnd ins Fahrzeug. Ich glaube, da halten sich nicht alle Menschen an die Regeln. Doch es hat den Vorteil, dass Tiere vor der Linse erscheinen und es ein Leichtes ist ein Foto zu schiessen.


Die verregnete Strasse


Die Seitentäler


Der unbeleuchtete Tunnel


Der Bär


Ziemlich na...😬





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Und weiter gehr's

Die Berge lassen wir nun hinter uns und fahren in den Nordwesten von Rumänien, dort bereiten wir uns auf Ungarn vor. Leider kann ich Euch nicht alle Bilder und Eindrücke von Rumänien zeigen, unzählige Bilder haben wir gemacht. Von kleinen Dörfern, die, so denkt man, von der Regierung vergessen wurden. Die Strassen sind in einem schlechten Zustand, viele Häuser verlassen und man sieht vorwiegend ältere Menschen. In den ländlichen Gegenden spürst Du noch den kommunistischen Geist, der diese Gegenden beeinflusst hat. Die Menschen dort träumen zwar von Europa und deren Menschenrechten, aber Viele sind in der neuen Zeit noch nicht angekommen.

Schluss jetzt mit Schreiben!
Wir wünschen Euch allen eine Gute Zeit, bis bald.

Seid nett zu Euren Mitmenschen, sie werden es  Euch danken. 





01 Juli, 2025

Antio (auf wiedersehen) Griechenland


Im Moment sind wir im Donaudelta in Rumänien auf einem kleinen familiären Campingplatz mit 12 grosszügigen Plätzen, einem kleinen Pool, Restaurant und sehr nettem Personal. Die Ortschaft heisst Murighiol und gehört zum Donaudelta. Die anderen Camper sind vorwiegend Rumänen, die uns alle möglichen Sehenswürdikeiten von ihrem Land schmackhaft machen und uns mit Tipp's überhäufen. Geysire in den Bergen, *Vulcanii Noroiosi Pàclele Mari* in der Nähe von Pàclele, oder in Bran wo das Schloss des berüchtigten Graf Dragula steht. Natürlich ist das nur eine Sage (genau wie unser Tell), so wird das uns von den lieben Rumänen versichert. Wir werden es sehen wenn wir dort sind.

Adeline ist heute Morgen um 5:00 Uhr aufgestanden um eine Bootstour im Delta zu machen. Sie ist mit vielen Eindrücken und noch mehr Fotos von Vögeln, Seerosenflächen und dem stattlichen Bootsführer zurückgekommen. Natürlich hat sie den Bootsführer nicht mitgebracht, aber muss ein cooler Typ gewesen sein....😁



Es ist schön, unterhalb des Wohnmobil's auf dem Steg zu sitzen, ein kühles Bier zu trinken und die Vorläufer des Deltas zu geniessen. Es ist ein kleiner See, der durch Kanäle mit dem Donaudelta verbunden ist. Der einzige Nachteil, es hat einige Mücken. Aber das sind wir uns von Maschwanden gewohnt und die Deltamücken sind eher müde Nervensägen und können den Schweizermücken keine Konkurrenz machen.
Hier bleiben wir für zwei Tage stehen und beseitigen im inneren unseres Zuhauses den Staub, der sich überall festgesetzt hat. Da wir vor Rumänien noch in Bulgarien einige Tage an der Schwarzmeerküste frei gestanden sind und es dort keinen Service gab, muss das Grau- und Schwarzwasser geleert werden.

Auf Thasos, der griechischen Insel haben wir einen wundervollen Campingplatz gefunden mit einer wirklich reizvollen Betreiberin. Direkt am Sandstrand, so dass wir zwischendurch ins Meer hüpfen konnten um uns abzukühlen.



Von hier aus waren wir in fünf Minuten in der nächsten Ortschaft, wo es neben kleinen Markets, Souvenirläden  und Tabaccgeschäften auch einige Restaurants mit Meerblick gab. Karibikgefühle kommen auf wenn Du auf der Restaurantterasse sitzst, das Meer hörst, riechst und siehst. Auf dem Tisch stehen griechische Spezialitäten in Hülle und Fülle. Jetzt wo du alles weggeputzt hast und nichts mehr in dich reingeht, bringen dir die freundlichen Griechen noch einen mastigen Dessert, der so gut ist, dass der auch noch reingebaggert wird. Gut genährt schleppst du dich dann zurück zum Campingplatz. Jetzt sind es keine fünf Minuten mehr, jetzt ist es eine gefühlte halbe Stunde.
Hier blieben wir sieben Tage und genossen unser Leben, an dem es an nichts fehlte. Wenn wir längere Zeit irgendwo stehen, gewöhnt sich Toby auch an die Umgebung, kann freier herumtoben und fühlt sich sichtlich wohler. Nun machen wir uns Gedanken wie die Reise weiter geht, zuerst mal nach Bulgarien? Für uns auch ein unbekanntes Land wie alle anderen Länder, die wir zum ersten Mal bereisten. Es ist immer wieder eine Herausforderung in einem fremden Land. Nur schon einen Bäcker zu finden, vor allem wenn es auf kyrilisch angeschrieben ist. Der alltägliche Einkauf ist kein Problem. So heissen, egal wo auf der Welt, alle Lebensmittelgeschäfte MARKET (in der Schweiz natürlich nicht).

Gut so... weiter geht es Richtung Bulgarien, wo wir auf zwei Campingplätzen übernachtet haben und vier weitere Tage an der Schwarzmeerküste frei campierten. Ein wilder, schöner Strand an dem viele, wirklich viele Camper standen, aber immer mit dem nötigen Abstand. Du hattest sicher 50 Meter Abstand zu deinem Nachbarn. Es gibt einem aber auch eine gewisse Sicherheit, man schaut aufeinander.



Zwischenzeitlich hatten wir noch ein kleines Malheur mit Strieli. Er ist im Strandsand abgesoffen und nun hiess es, Schaufel raus und die Sandbleche vom Heck nehmen, Eigentlich wollten wir Toby nochmals die Gelegenheit geben sich so richtig auszukacken, bevor es auf den nächsten Tagestrip geht. Leider am falschen Ort geparkt.


 

Keine fünf Minuten vergingen, bis ein braungebrannter, ca. fünfzigjähriger Bulgare seine Hilfe anbot. Er war einer, der lieber gleich mit der grossen Kelle anrichtet. Oohjeeeminee... Er sitzt in unseren geliebten Strieli und will ihn mit brachialer Gewalt aus dem Sand fahren. Geht aber nicht. Mein Herz blutet. Nach langem Schaufeln im heissen Sand naht Hilfe von einem Toyota Pickup, der Fahrer verneint die Hilfe da sein Fahrzeug doch erst 400 km auf dem Tacho hat und sich solcher Strapatzen noch nicht gewohnt ist. Schlussendlich schleppte uns ein Einheimischer mit seinem Allradfahrzeug aus unserem Desaster heraus.
So durften wir auch hier die Hilfsbereitschaft der hiesigen Menschen kennenlernen. In der Zwischenzeit hat Toby ohne grossen Aufwand sein wichtigstes Geschäft des Tages erledigt und war bereit für eine langere Fahrt. Da Strieli nun wieder frei war und Toby auch, machten wir uns auf den Weg in Richtung Rumänien.


Der östlichste Punkt von Bulgarien, und wenn Du unter dieser Pyramide eine Minute lang sitzt, findest du deine innere Mitte und deinen Frieden. So sagt man uns.


















Die weiten Ebenen in Rumänien sind phänomenal. Es ist eine riesige, schöne Landschaft, die unendlich weit scheint um kein Ende zu nehmen. Aber ich bin nun am Ende mit diesem Bericht und möchte mich für den Moment von Euch verabschieden.
Nächstes mal möchte ich Euch etwas über das Zusammenleben auf solch einer Reise berichten.
Geniesst jeden Tag, es könnte der Letzte sein!





14 Juni, 2025

"HELLAS"

Das Wasser unterhalb des Olymp schmeckt wesentlich besser als sonstwo in Griechenland. Vielleicht hat sich Aphrodite, die Göttin der Liebe, Schönheit und der sinnlichen Begierde, auf dem wolkenverhangenen Berg gerade geduscht und das göttliche Abwasser ist einfach lecker. Naja, die ist jetzt aber auch schon über 4000 Jahre alt. Ich frage mich, ob das mit der Begierde noch aktuell ist. Aber wie gesagt, das Wasser von den Quellen des Olympos Oros ist gut.

Das im Hintergrund ist der Berg Olymp. Natürlich ist der Gipfel in Wolken gehüllt, so dass Zeus und sein Konsortium ihre Privatsphäre haben und von uns Sterblichen nicht gestört oder gesehen werden.

Wir haben Peloponnes verlassen, fuhren durch Mittelgriechenland und Thessalin und sind jetzt in Zentralmakedonien an der Küste. Es ist immer wieder faszinierend, wenn Du über die Hügel in Richtung Meer fährst. Dann eröffnen sich Landschaften mit Küstenstreifen vor denen traumhafte, mit hellem Sandstrand eingefasste grüne Inseln zum Vorschein kommen.






Toilettengeschichte
Nun möchte ich nebenbei noch etwas über die Toiletten auf den Campingplätzen im Land von Zeus erzählen. In einigen, eben dieser Plätze gibt es vernünftig ausgestattete WC-Anlagen, so zum sitzen mit Spülung und meistens hat es auch Toilettenpapier. Doch je mehr wir Richtung Osten fahren, wird das stille Örtchen zum Nightmare.
Von vier Toiletten ist eine zum sitzen (ohne Deckel) und drei, wo Mann/Frau krampfhaft in Kauerstellung stets bemüht das Gleichgewicht nicht zu verlieren, sein Geschäft zu verrichten. Aber das Highlight auf einigen Häuschen: es darf kein Toilettenpapier ins Klooo geschmissen werden! Dazu hat es separat einen kleinen Eimer, wo das benutzte Papier reingetan werden muss. Also wenn du spät Abends einer der Letzten bist, der das stille Örtchen besucht, kann es sein, dass der Sche....seimer schon zum bersten voll ist und du dein gebrauchtes Papier da noch reindrücken musst. Und das ganze Theater, so sagte man uns, weil die Abflussleitungen nicht gross genug sind. Wenn ich aber meinen fetten Parzellennachbarn sehe, wenn Er von der Toilette kommt, dass da das Papier das kleinere Problem ist. Sorry für die Sche....sgeschichte, aber ich musste mal etwas Dampf ablassen.Maannoo,,,, habe ich mich geärgert.


Also, wie bereits geschrieben sind wir in Richtung Osten unterwegs, im Moment ist unser Platz etwa 105 Kilometer südlich von Thessaloniki. Der erste Eindruck des Campingplatzes "REA" auf dem wir noch bis Montag, 16. Juni bleiben wollen, war nicht gerade gut. Der grösste Teil ist an Dauercamper vermietet und es herrschte Unordnung auf dem Platz. Aber bei der Besichtigung mit der einigermassen freundlichen Receptionistin, mussten wir unsere Meinung revidieren. Die Stellplätze für Campercar sind enorm grosszügig und durch viel Grün gut beschattet. Der Weg zum Strand ist kurz (das ist für Toby von Vorteil). Die Camper rundumunsherum sind ein bunt gemischter Haufen: Griechen, Rumänen, Bulgaren, Italiener, Franzosen, Holländer und einige Deutsche. Ach ja, Schweizer hat es natürlich auch. Es sind keine Coronacämper, das merkt man an Ihrem verhalten. Sie sind alle aufgeschlossen, freundlich, interessiert und hilfsbereit. 
Eigentlich ist unser nächstes Ziel die Insel Thasos, wo 14 Tage Fahrpause programmiert wären. Doch von den fünf Campingplätzen ist lediglich einer offen. Alle anderen sind verwahrlost und geschlossen. Durch das neue Gesetz der griechischen Behörden, das freistehen mit egalwas mit 300 Euro pro Person gebüsst wird, könnte dies, so glaube ich, ein Problem in der Hauptsaison werden. Das Land hat Campingplatzmässig gar nicht die Kapazitäten um alle Camper, die hierhin fahren, aufzunehmen. Nun ja, wenn die Hauptferienzeit beginnt, sind wir von dem schönen Griechenland weg. Also tuckern wir am Montag mal auf diese Insel und lassen uns überraschen. Hauptsache ist doch, dass die auf dem Campingplatz genug grosse Abwasserrohre haben.

Bis Montag geniessen wir auf alle Fälle noch die schöne Bucht von "Fteroti" und schicken noch einige Eindrücke.

Sauberer Strand und angenehme Wassertemperatur


Toby hat einen Mordsspass, er will gar nicht mehr aus dem Wasser


Schwimmen macht ja so müüüüde


Morgenstimmung
und
Sonnenaufgang

Nicht nur "lean back", es gibt immer was zu tun. Sei es den gesamten Unterboden mit Bitumen einzusprayen, zur Vorbeugung vor Feuchtigkeit......  



...oder Wäsche waschen für unsere eusere Erscheinung, wir wollen ja sauber daher kommen.



Woher der nächste Bericht kommt wissen wir selbst noch nicht, Türkei, Bulgarien, Rumänien oder stecken wir noch in Griechenland? Lasst euch einfach überraschen was als nächstes kommt, das tun wir auch.

P.S.: du kannst uns zusätzlich auf www.polarsteps.com/ strielis folgen.

Schöne Bekanntschaften

Whitehorse  war unser nördlichster Punkt in Kanada. Gerne wären wir noch weiter bis nach Alaska gefahren. Jedoch der dreimonatige, visumfrei...