⛄Kalt erwischt⛄
Toby's Frust
Es war der 16. Mai, als wir in Fort Frances das Motel "The Bayview" um 3:00 PM bezogen. Mit gutem zureden und viel Geduld schafften wir es, Toby in das Motelzimmer, vor allem raus aus dem Wohnmobil, zu bringen. Dies tat unser Fellknäuel natürlich nur mit Widerwillen und unter Protest. Er verlässt sein kleines Zuhause, das sich hauptsächlich unter dem Tisch im Wohnmobil befindet und ihm alles vertraut ist, nur ungern. Es beruhigt in auch in keinster Weise, wenn wir sein bequemes und versifftes Bettchen mitnehmen. Natürlich machen wir uns ein schlechtes Gewissen, was wir unserem Raubtier da wieder
37 Jahre alt
Natürlich sind wir nicht ohne Grund im Bayview Motel abgestiegen, Reparaturen an Strieli's Innereien stehen wieder einmal an. Zu viele Reparaturen für mein Geschmack, aber das Teil hat nun schon 37 Jahre auf seinen Federbeinen und wird auch nicht jünger.
Am 27. April durften wir Strieli im Hafen von Halifax, nach unendlichen Speditions- und Zollformalitäten, endlich abholen. Im Hafen gab es noch eine Fahrzeugkontrolle mit einer Speditionsperson um sicherzustellen, dass auch wirklich alles am Fahrzeug in Ordnung ist.
Na ja, von weitem sah alles perfekt aus, doch beim näher-kommen entdeckten wir das Desaster, das man Strieli angetan hatte. Das rechte Heckteil war völlig zertrümmert und die Halterung der Stossstange in den Küchenbereich gedrückt. "Was für ein bescheuertes Sackgesicht, das in der Schule nur Klatschen und Hüpfen auf seinem Stundenplan hatte, ist so mit Strieli umgegangen!" Wehe dem,,, wenn ich rausfinde wer es war, werde ich ihn bis ans Ende der Welt verfolgen und ihn dafür büssen und leiden lassen. Das sieht nach viel Arbeit aus und in Kanada diesselben
Rücklichter zu finden ist kaum möglich. Adeline bemerkte bei der weiteren Fahrzeugkontrolle, dass der Werkzeugkoffer weg ist... "MEIN WERKZEUGKOFFER" Was für eine Riesensauerei! Das defekte Heck kann ich sicher mit etwas Aufwand reparieren. Aber auf diesem Kontinent denselben Werkzeugkoffer zu finden wird ein Problem. Ich brauche für Strieli "metrisches" Werkzeug und hier arbeiten sie vorwiegend mit "Inch". Die Miese diebische Ratte ging sicher in dieselbe Schule wie das andere Sackgesicht. Da ist nichts mit Vergebung! Dem wünsche ich einen Monster-Bandwurm im Arsch, der ihn von innen ganz langsam auffrisst.
Mittlerweile haben wir uns wieder etwas beruhigt und auch schon eine Lösung für die Reparatur am Heck gefunden. Die Lösung heisst "Kläri" und lebt in Grand-Saint-Esprit in der Provinz Quebec. Ich glaube, es ist eine Tante von Adeline, die vor vielen Jahren von der Schweiz nach Kanada auswanderte. Also machten wir uns auf dem schnellsten Weg von Halifax zu Kläri. Quer durch Novascotia, New Brunswick und dann Richtung Sankt-Lorenz-Strom. Die Strassen dorthin führten uns durch malerische Landschaften von Kanada und wir bekamen die ersten Eindrücke, was uns dieses riesige Land alles bieten wird. Herzlichen Dank Kläri, dass Du uns dein Zuhause für die Reparatur zur Verfügung gestellt hast. Das Kennenlernen deiner liebenswürdigen Familie war ein cooles Erlebnis, was wir sicher nicht vergessen werden.1. Reparatur
Weiterfahrt...
Es konnte weiter gehen in Richtung Westküste, da liegen aber noch etliche Kilometer und faszinierende Landschaften vor uns, bis wir den Pazifischen Ozean sehen. Bei der Abfahrt von Grand-Saint-Esprit war das Wetter noch etwas kühl, aber die warme Jahreszeit sollte ja bald kommen. Wir freuten uns auf die Natur, die jetzt,wo der Sommer in Kanada einzieht,
aufblüht und voller Leben ist. So führte uns der Weg zu den Kakabeka Falls, westlich von Thunder Bay und da konnten wir das warme Wetter und die tolle Landschaft geniessen... endlich!
Der Park mit Campground liegt in der Provinz Ontario und ist auf alle Fälle einen Besuch wert. Die grosszügig angelegten Stellplätze für Camper liegen mitten in den Wäldern, jeder hat eine eigene Feuerstelle und Tische mit Bänken. Das Feuerholz darf man nicht aus dem Wald nehmen, aber die Parkaufsicht verkauft einem gerne ihre überteuerten Holzbündel direkt beim Eingang des Kakabeka Fall Park. Auf dem Weg zu diesem schönen Ort zeigte Kanada uns,
Der Park mit Campground liegt in der Provinz Ontario und ist auf alle Fälle einen Besuch wert. Die grosszügig angelegten Stellplätze für Camper liegen mitten in den Wäldern, jeder hat eine eigene Feuerstelle und Tische mit Bänken. Das Feuerholz darf man nicht aus dem Wald nehmen, aber die Parkaufsicht verkauft einem gerne ihre überteuerten Holzbündel direkt beim Eingang des Kakabeka Fall Park. Auf dem Weg zu diesem schönen Ort zeigte Kanada uns,
wie hier der der Winter aussieht. Ausgiebige Schneefälle begleiteten uns von Quebec bis Ontario. Natürlich mussten wir nicht die Eiseskälte die hier im tiefsten Winter herrscht ertragen. Unserem Fellknäuel Toby machen die kalten Temperaturen sogar noch Spass und er vergnügt sich auf dem noch halb zugefrorenen See. Je weiter wir nach Westen fahren, umso besser wird das Wetter. So kann es weiter gehen. Die Dieselpreise fallen wieder, alle Parks sind seit dem 15. Mai wieder geöffnet und bei Strieli läuft alles Bestens. Aber alles hat mal ein Ende, auch die Lebensdauer der Sicherheitsventile die den Druck beim Boiler regulieren. Das warme Wasser trieft unter dem Wohnmobil nur so raus und das ist nicht gut! Ohjeohje... mal schauen ob man das flicken kann?
2. Reparatur
Beim Ausbau der Sicherheitsventile, wo die Verschraubungen nach 37 Jahren kaum mehr zu lösen waren, demolierte ich auch noch die Wasserzuleitung zum Boiler. Das ist jetzt aber ein grösseres Problem. Ihr könnt euch kaum vorstellen wie ich da geflucht habe. Dies musste jetzt wirklich nicht auch noch sein, so ein verfluchter Mist nochmal... Sche......seee.!
Also, ich möchte da nicht wirklich ins Detail gehen, aber mit dem Ausbau, Kleben und Einbau war ich eine ganze Zeit lang beschäftigt. Das ganze Spiel machte ich drei mal und es ist immer noch nicht dicht. Der einzige Epoxyharz der vielversprechend war und auch alles super abgedichtet hat, ertrug die Boilertemperatur nicht. Nun heisst es mit kaltem Wasser waschen und einen Spezialisten suchen der das ganze Zeug hartlöten kann, oder einen neuen Boiler organisieren. Ihr werdet es erfahren wenn wir eine Lösung gefunden haben.
Wir lassen unsere gute Laune nicht verderben!
Trotz den kleinen und grossen Problemen die uns auf unserer abenteuerlichen Reise begleiten, geniessen wir jeden Tag. Egal wo wir sind, es passiert immer etwas Aufregendes das wir erleben dürfen. Auch wenn was kaputt geht, bringt es doch auch immer wieder neue Bekanntschaften, und wenn es nur der Verkäufer im Canadian Tire ist. Alle sind hilfsbereit und überhäufen uns mit gutgemeinten Typs. Für jedes Problem gibt es eine Lösung und wie meine Schwiegermutter "Vreni" sagt: wäre die Reise ohne Probleme, wäre es kein Abenteuer. Recht hat sie...
So... ich glaube das war es für den Moment, es gäbe sicherlich noch mehr zu erzählen, aber irgendwann ist Schluss. Wir grüssen Euch alle, wo immer Ihr auch seid.
Adeline... Roland und natürlich Toby... Bis bald.
Adeline... Roland und natürlich Toby... Bis bald.












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