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20 März, 2026

Nichts besonderes

Schwupps und schon wieder sind wir ausserhalb von Europa...                       Hier trägt man am am 17. März grüne Unterwäsche oder auch andere Kleidungsstücke, Hauptsache sie sind in einem satten Grün. Der St. Patrick's Day wird auf der ganzen Welt von irisch stämmigen Menschen gefeiert. Es gibt Ortschaften mit den Namen Bosten, Lincoln, Bedford (auch eine Automarke) und natürlich London. Nun, wie Ihr gemerkt habt sind wir im Vereinigten Königreich. Toby, unser treuer Hund ist der Grund wieso es so
schnell nach England ging. Der in der Schweiz gemachte Gesundheitsnachweis, so mit allen möglichen Impfungen, Entwurmung und all dem Zeug, ist nur fünf Tage gültig. Na ja, jetzt sind wir hier und geniessen das britische Wetter. Warm anziehen wird empfohlen. Die raue, englische Freundlichkeit der Leute erwärmt einem zumindest das Gemüt. Der Linksverkehr ist schon etwas gewöhnungsbedürftig, aber es ist nach einer kurzen Zeit relativ einfach. Im Kreisverkehr muss man einfach nach rechts schauen und links in den Kreisel fahren. Bei nicht einhalten der richtigen Fahrspur machen die Briten dich mit Gehorne und Geblinke schon darauf aufmerksam, dass du "Europäer" auf der falschen Seite fährst. 
In den kleinen Dörfern und auf dem Land sind die Strassen wirklich sehr eng und mit dem Lenkrad auf der linken Seite gibt es schon brenzlige Situationen. Aber wie gesagt, es ist reine Gewöhnungssache. Und wenn die Briten das können, können wir das natürlich auch! Von Calais (F) ging es durch den Eurotunnel (Le Shuttle) unter dem Ärmelkanal durch nach Folkestone. Bei dieser Überfahrt, sorry nicht Überfahrt, es geht ja unten durch, konnten wir mit Toby im Wohnmobil bleiben und nach 35 Minuten Fahrt kamen wir auch schon in England an. Bei der Unterfahrt (nicht Überfahrt) genoss ich schon mal den ersten Malt Whisky, so zum eingewöhnen.
Der kürzeste Weg von der Schweiz nach Calais führte uns über Deutschland, Frankreich, Belgien und wieder nach Frankreich. Leider hatten wir nicht die Zeit, um uns länger in diesen Ländern aufzuhalten. Stopps machten wir lediglich zum Tanken oder Einkaufen und natürlich für Übernachtungen. Es war eher eine unspektakuläre Fahrt von der Schweiz nach England und ich kann leider über keine grossen Ereignisse schreiben. Na ja, das einzige kleine Desaster das uns widerfahren ist...: das Turborohr des Motors hat sich gelöst... nichts besonderes. Der Motor dröhnt einfach etwas lauter und die Leistung lässt nach. Ein kurzer Boxenstopp und das Problemchen war behoben. Eben wie gesagt, keine besonderen Ereignisse. Ich hoffe, es wird für Euch nicht zu langweilig und in solchen Zeiten ist es schwer, Euch irgend eine interessante Geschichte zu schreiben. 
Bei dem nasskalten Wetter das teilweise in England herrscht, geniessen wir geschmolzenen Käse mit Kartoffeln (Raclette) und denken an unseren letzten Abschied in Maschwanden zurück. Es war schön, unsere Freunde noch einmal zu treffen bevor unsere Reise in ein neues Abenteuer steuert. Einige fragen sich vielleicht, wie man in dieser Jahreszeit nach England gehen kann? Berechtigte Frage. Wir müssen! Am 8.April wird Strieli in Liverpool auf ein RoRo- Schiff gebracht mit dem Ziel: Halifax (CA). Meine Fresse, ist das geil! Ein ganzer Kontinent den wir bereisen können. Von Kanada bis Mexiko und noch weiter. Die Party im Wolserholz mit unseren liebgewonnen Mitmenschen war einfach nur schön, und wir möchten uns bei Euch allen für euer erscheinen und die Geschenke bedanken... Es machte unsere Abreise nicht unbedingt leichter... so wegen den Gefühlen und so. Vielleicht gibt es noch einige Anekd(t)oten (hat nichts mit Verstorbenen zu tun) über unseren Aufenthalt in England. Wer weiss schon, was noch alles passiert. Der Transfer nach Kanada wird aber sicher eine Geschichte wert sein. Im Moment stehen wir am Fontburn Reservoir, ein Stausee 27 Meilen nördlich von Newcastle. Hier bleiben wir sicher für zwei Tage und Adeline bemüht sich in dieser Zeit um einen 
Tierarzt, der Toby für den Flug mit der Canada Air dokumentenmässig ausstattet. Für eine bessere Halterung des Reserverades, das sich im Motorraum befindet und stetig auf das Turborohr drückte, kümmere ich mich. Die Sandblechhalterungen am Heck mussten auch noch verstärkt werden. Es scheint so, dass uns der ganze Aufwand mit all seinen verbundenen Arbeiten, immer noch grossen Spass macht.
Nach der ganzen Arbeit unternehmen wir einen Spaziergang um den schönen See, das tut Toby sicher auch gut, genau so wie uns. In den letzten Wochen sind wir doch hauptsächlich damit beschäftigt gewesen, Strecke zu machen um nach England zu kommen. Naja, Reisen ist ab und an doch etwas anstrengend, da kommt uns ein erholsamer Spaziergang gerade gelegen. Leider haben wir uns in der Zeit etwas verschätzt, so dass wir gut und gern 2 - 2,1/2 Stunden durch unwegsame Natur stapften bis wir endlich wieder bei unserem Wohnmobil ankamen. Für Toby war es natürlich der doppelte Weg, denn er muss natürlich immer weit voraus springen und dann wieder zu uns zurück und wieder weit voraus...etc...etc... In dieser Nacht hat er gut geschlafen, genau so wie wir, nach einem so ausgefüllten Arbeitstag.
Mittlerweile sind wir in Schottland angekommen und ganz besonders ich freue mich auf diese Gegend!
Malt Whisky wird hier in höchster Qualität produziert und ich fühle mich wie im Himmel. Hier wollen wir noch etwas verweilen und dem coolen schottischen Slang lauschen, den River Spey entlangfahren und einige Destillerien besuchen. Danach müssen wir nach Liverpool um Strieli für die grosse Überfahrt vorzubereiten und alles was noch dazu gehört.

Noch einige Bilder von den Letzten Tagen....


Es waren wohl nicht die spektakulärsten Wochen auf unserer Reise. Ich hoffe trotzdem eine einigermassen lesbare Geschichte geschildert zu haben.
Bis bald und immer schön Brav sein.  

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